Jobcenter

Jugendarbeitslosenquote längst im einstelligen Bereich

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche mit den beiden Mitbegründern der Jugend-Job-Centers Peter Jäger (li.), ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, und Werner Rous, nun Geschäftsführer in Duisburg.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche mit den beiden Mitbegründern der Jugend-Job-Centers Peter Jäger (li.), ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, und Werner Rous, nun Geschäftsführer in Duisburg.

Foto: Katharina Gilles

Düsseldorf.   Seit zehn Jahren gibt es das Jugend-Job-Center in Düsseldorf. Seitdem hat es dort 5000 Fallbesprechungen gegeben.

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Rund 4,6 Prozent der Jugendlichen sind in Düsseldorf ohne Arbeit, bei einer Gesamtarbeitslosigkeit von 6,5 Prozent in der Stadt. Noch vor zehn Jahren waren die Zahlen in einem zweistelligen Prozentbereich, sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit ist daher seit jeher ein Thema, auch im Düsseldorfer Jugend-Job-Center, das 2008 gegründet wurde. Denn die Zahlen sind immer noch zu hoch.

Das Ziel damals wie heute: Jugendliche fit für den Beruf machen. Um das bewerkstelligen zu können, arbeiten das Jobcenter Düsseldorf, die Agentur für Arbeit und auch das Jugendamt als zentrale Anlaufstelle an der Grafenberger Allee 300. Rund 5000 Fallbesprechungen sind so in den drei Behörden in den zehn Jahren zusammengekommen. Umso erfreulicher sei daher auch, dass mit Stand 1. Januar 2018 1600 Jugendliche in Arbeit oder Ausbildung gebracht werden konnten.

Drei Behörden in einem Haus

Dass dabei drei Behörden unter einem Dach sitzen und somit kurze Wege haben, habe zudem den Vorteil, dass unterschiedliche Problemstellungen bewältigt werden können. „Wir haben für jedes Problem eine Lösung“, sagt Ingo Zielonkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung Jobcenter. Wenn ein junger Mensch zum Beispiel vorzeitig seine Ausbildung abbricht und danach in ein tiefes Loch fällt, unterstützt ihn zunächst das Jugendamt. „Wir versuchen den Jugendlichen erst einmal zu stabilisieren“, so Berit Leisten vom Jugendamt. Erst danach könne eine Berufsorientierung wieder in Gang kommen.

Kein Jugendlicher soll zurückgelassen werden

Manchmal sei es aber auch einfach die Frage, zu welcher Universität man nach der Schulzeit gehen soll. Zielonkowsky betont, dass „kein Jugendlicher zurückgelassen“ werde und immer Strukturen verändert und geschaffen werden müssen, die es dem jungen Menschen ermöglichen, einen leichten Übergang vom Schul- ins Berufsleben zu schaffen. Dafür sind 60 Berufsberater im Einsatz und helfen den unter 25-Jährigen. Weitere Unterstützung gibt es von 40 Kollegen des Jobcenters und zehn Mitarbeitern des Jugendamtes. Die Berufsberater sind zudem einmal pro Woche für einen ganzen Tag an einer Schule. „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Jugend-Job-Center war die stärkere Einbindung der Schulen“, so Roland Schüßler, aus der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

Über die Jahre haben sich jedoch die zentralen Themen verändert. „2008 war die Wirtschaftskrise. Da war für uns ein Kernthema: Wie erhalten wir Arbeitsplätze?“ so Peter Jäger, Mitbegründer des Jugend-Job-Centers. Heutzutage ist immer wieder eine ganz zentrale Fragestellung, wie man junge Menschen in die Betriebe bekommt.

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