Hacker-Attacke

Hacker-Attacke auf Uni-Klinik Düsseldorf Thema im Landtag

Seit eineinhalb Wochen ist die Düsseldorfer Uniklinik durch einen Hackerangriff weitgehend lahmgelegt. Die NRW-Landesregierung ist im Vorfeld des folgenreichen Hackerangriffs an der Düsseldorfer Uniklinik wiederholt auf das Thema IT-Sicherheit der Krankenhäuser hingewiesen worden.

Seit eineinhalb Wochen ist die Düsseldorfer Uniklinik durch einen Hackerangriff weitgehend lahmgelegt. Die NRW-Landesregierung ist im Vorfeld des folgenreichen Hackerangriffs an der Düsseldorfer Uniklinik wiederholt auf das Thema IT-Sicherheit der Krankenhäuser hingewiesen worden.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Düsseldorf.  Die SPD will mehr über den Hacker-Angriff wissen. Zuvor wird es einen bericht des Justizministers geben.

Der Hacker-Angriff auf die Düsseldorfer Uni-Klinik (UKD) soll weiter im Landtag aufgearbeitet werden: Am Mittwoch wird ein Bericht des Justizministers im Rechtsausschuss erwartet, in der Woche darauf will die SPD-Fraktion mehr über das Einfallstor der Hacker erfahren.

Wurden Updates nicht rechtzeitig vorgenommen?

Für den Wissenschaftsausschuss hat die Opposition einen Fragenkatalog eingereicht, der sich um die Software Citrix dreht. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) hatten die Hacker eine Lücke in dem System ausgenutzt, um die Server der Uni-Klinik zu verschlüsseln. Das BSI hatte nach eigenen Angaben bereits im Januar vor dem Problem bei Citrix gewarnt. Die SPD vermutet, dass die Uni-Klinik Sicherheits-Updates nicht rechtzeitig vorgenommen hat – und will unter anderem wissen, was die Landesregierung über Citrix wusste.

Im Rechtsausschuss wird am Mittwoch eine neue Unterrichtung durch Justizminister Peter Biesenbach (CDU) erwartet. In einem Bericht hatte er den Ausschuss vergangene Woche erstmals darüber informiert, dass der IT-Ausfall an der Uni-Klinik tatsächlich auf einer Hacker-Attacke beruhte. Die Täter hatten demnach ein Erpresserschreiben hinterlassen, das allerdings an die Heinrich Heine Universität adressiert war. Als man die Hacker auf ihr falsch getroffenes Ziel aufmerksam macht, rückten sie den Schlüssel für die gesperrten Server raus.

Ermittlung jetzt auch wegen fahrlässiger Tötung

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Eine Patientin starb, die wegen der Attacke in ein weiter entferntes Krankenhaus gebracht werden musste.

Das IT-System der Uniklinik war in der Nacht zum 10. September nach einem Hackerangriff ausgefallen. Rettungswagen fahren die große Einrichtung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt seitdem nicht mehr an, Operationen wurden verschoben und geplante Behandlungstermine abgesagt. Frank Schneider, Ärztlicher Direktor des UKD, erwartet unterdessen, „dass wir im Laufe der nächsten Woche die Versorgung in unserer zentralen Notaufnahme wieder aufnehmen können“.

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