Altstadt-Pflaster

Ganz frisch und schon so alt

Etwa schief: das neue Pflaster in der Schneider-Wibbel-Gasse. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool

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Etwa schief: das neue Pflaster in der Schneider-Wibbel-Gasse. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool

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Düsseldorf. Die Diskussion um das neue Altstadt-Pflaster nimmt kein Ende.

Altstadt-König Primo Lopez beklagt, dass das Pflaster in der Schneider-Wibbel-Gasse zu schräg verlegt wurde, so dass manche Tische auf seinen Außenterrassen schief stehen. Die Altstadtgemeinschaft bemängelt die Kommunikation mit dem Verkehrsdezernat. Auch sei bei den Bauarbeiten hier und da geschlampt worden. Und viele Besucher fragen sich, warum das neue Pflaster so schnell verschmutzt und ergraut.

Als im Februar die ersten granitgrau und gemaserten Betonsteine des Typs „Umbriano“ in der Mertensgasse eingebaut wurden, wirkte das neue Pflaster frisch, hell, fast elegant. Heute, acht Wochen später, sieht es verschmutzt und viel grauer aus. Kein schöner Anblick, zumal sich die ersten Steine bereits schwärzlich verfärben.

Der Unterschied auf der Mertensgasse ist deutlich dort zu sehen, wo rund ein Dutzend defekte Steine durch neue ersetzt werden mussten. Oder der Betrachter geht ein paar Meter weiter in die Schneider-Wibbel-Gasse. Die Arbeiten wurden vor kurzem beendet. Dort hat das Pflaster noch seine helle Farbe...

„Ganze Kanten
sind abgeplatzt“

Das frühere rötliche Pflaster aus den 70er Jahren „war offenbar doch robuster“, kritisiert Ratsherr Norbert Czerwinski von den Grünen. Doch nicht nur die Verschmutzung macht ihm Sorge. „Wir haben gesehen, dass ganze Kanten von den neuen Platten abgeplatzt sind. Wenn schon am Anfang so geschlampt wird, dann ist kein Ende abzusehen“, befürchtet Czerwinski, der aus diesem Anlass in der nächsten Ratssitzung eine mündliche Anfrage stellt. „Eigentlich müsste ständig einer von der Bauaufsicht die Arbeiten kontrollieren.“

Das Verkehrsdezernat will am kommenden Mittwoch eine erste Zwischenbilanz ziehen und auch zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Die Kosten für die Oberflächengestaltung auf insgesamt über 18 300 Quadratmetern zwischen Carlsplatz und Mühlenstraße werden auf 5,7 Millionen Euro beziffert. Bis 2014 soll alles fertig sein. Derzeit werden die neuen Platten gerade in der Bolker-straße eingebaut. In diesem Jahr wird außerdem die Berger Straße, die Flingerstraße und die Kapuzinergasse gepflastert.

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