Aktion

Fridays for Future protestieren am Düsseldorfer Flughafen

Aktivistinnen von Fridays for Futures wollen auch am Düsseldorfer Flughafen für Klimaschutz demonstrieren.

Aktivistinnen von Fridays for Futures wollen auch am Düsseldorfer Flughafen für Klimaschutz demonstrieren.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Protest der Fridays for Future Ortsgruppen Niederrhein-Wupper unter dem Motto „Bleib am Boden“ in Düsseldorf richtet sich gegen den Flugverkehr.

Jetzt geht es an den Flughafen: Am kommenden Freitag, 23. August, versammeln sich die Fridays for Future Aktivisten Niederrhein-Wupper am Düsseldorfer Airport. Das erste Mal stellen sich die Aktivisten gemeinsam unter dem Motto „Bleib Am Boden!“ dort gegen die massive Umwelt- und Klimabedrohung, die der Flugverkehr darstellt.

Termin bewusst gewählt

Dazu planen die Aktivisten eine Demo-Route vom Flughafen Bahnhof über die Frachtstraße bis zum Terminal mit anschließender Abschlusskundgebung und Flashmob im Flughafen. Der Termin am Ende der Sommerferien wurde dabei bewusst gewählt. „Wir hatten die Wahl zwischen Anfang und Ende der Sommerferien“, so der Düsseldorfer Mitorganisator Lukas Mielczarek. Am Anfang der Ferien gab es jedoch schon die große Sommerdemo, zudem sei man zu dem Schluss gekommen, dass der „erhobene Zeigefinger vor dem Abflug nichts bringt, da die Leute schon gebucht haben“, so Mielczarek.

Wenn sie nun aber zurück aus dem Urlaub kommen, sollen Flyer verteilt und ins Gespräch gekommen werden. „Wir wollen den Leuten Alternativen zeigen, wie oder auch wo man auch ohne Flieger gut Urlaub machen kann, quasi vorbeugend für das nächste Mal.“

Bürger wissen, wie schädlich fliegen ist

Vielen Menschen sei dabei durchaus bewusst wie umweltschädlich fliegen ist. Dadurch dass die klimaschädlichen Gase, die bei der Verbrennung von Kerosin entstehen,von Flugzeugen in luftiger Höhe ausgestoßen werden, sind sie ca. dreimal so wirksam wie im Normalfall, so die jungen Aktivisten.

Beispielsweise entstehen Stickstoffe, Aerosole oder Wasserdämpfe, die mit Sonneneinstrahlung Ozon bilden oder die Wolkenbildung und damit auch die Rückstrahlung der Erdwärme in den Weltraum maßgeblich behindern. So gehen etwa fünf Prozent der Erderwärmung auf das Konto des Flugverkehrs.

Ein Problem sei daher, so Mielczarek, dass Fliegen einfach viel zu günstig ist. „Es geht nun darum politische Rahmenbedingungen zu schaffen, dass klimafreundliche Alternativen auch wirklich Alternativen sind.“ So müsse etwa „endlich die Bahn ausgebaut werden“ und eine „CO2-Abgabe eingeführt werden, um Fliegen unattraktiv zu machen“.

Die Aktion beginnt etwa um 12.20 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Flughafen Fernbahnhof, um 12.40 Uhr startet der Demozug. 14 Uhr Abschlusskundgebung zwischen Maritim und Terminal am Parkplatz P12. Ab 15 Uhr Flashmob im Terminal.

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