Gericht

Freispruch im Prozess um Millionenbetrug mit Pfandflaschen

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, als Geschäftsführer des Getränkemarktes Rücknahmeautomaten manipuliert und so 1,8 Millionen Euro ergaunert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, als Geschäftsführer des Getränkemarktes Rücknahmeautomaten manipuliert und so 1,8 Millionen Euro ergaunert zu haben.

Foto: Lukas Schulze

Düsseldorf.   1,8 Millionen Euro soll der Geschäftsführer eines Getränkemarktes mit Pfandflaschen ergaunert haben. Nun wurde er in Düsseldorf freigesprochen.

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Im Prozess um einen millionenschweren Betrug mit Pfandflaschen ist der Angeklagte in Düsseldorf rechtskräftig freigesprochen worden. Die Beweisaufnahme habe ergeben, dass der 46-Jährige von dem Betrug nichts gewusst habe, sagte eine Sprecherin des Landgerichts am Dienstag auf Anfrage. Die Vorgänge hätten sich hinter seinem Rücken abgespielt.

Der Angeklagte hatte beim Prozessauftakt im vergangenen September seine Unschuld beteuert. Er betreibe seit Jahren eine Versicherungsagentur und habe die Geschäftsführung eines Neusser Getränkemarktes nur als Strohmann für einen Bekannten übernommen.

Vorwurf: 1,8 Millionen Euro ergaunert

Der eigentliche Marktleiter habe ihn wegen einer bestehenden Konkurrenzsperre darum gebeten, hatte der zweifache Familienvater erklärt: „Ich bin schamlos ausgenutzt und betrogen worden.“ Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, als Geschäftsführer des Getränkemarktes Rücknahmeautomaten manipuliert und so 1,8 Millionen Euro ergaunert zu haben.

Wegen eines kranken Richters war der Prozess ausgesetzt und erst vor einigen Wochen wieder aufgenommen worden. Die deutsche Pfandgesellschaft, über die die Pfandbons abgerechnet wurden, kam bei einer Prüfung zu dem Ergebnis, dass von den über fünf Millionen Datensätzen, die der Neusser Getränkemarkt abgerechnet hatte, drei Viertel manipuliert gewesen seien. (dpa)

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