Öffentlichkeitsfahndung

Fahndung nach Facebooknutzer, weil er mit Waffen posiert

Symbolbild. Die Polizei fahndet nach einem Mann, der auf Facebook mit Schusswaffen posierte. Das Foto der Öffentlichkeitsfahndung ist im Text zu sehen.

Foto: Andreas Bartel

Symbolbild. Die Polizei fahndet nach einem Mann, der auf Facebook mit Schusswaffen posierte. Das Foto der Öffentlichkeitsfahndung ist im Text zu sehen. Foto: Andreas Bartel

Hagen/Düsseldorf.   Ein bisher unbekannter Mann hat auf Facebook mit Waffen posiert. Er könnte in Düsseldorf leben. Nun sucht die Polizei mit einem Foto nach ihm.

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Er dürfte um die 40 Jahre alt sein, hat eine hohe Stirn, einen Dreitagebart, er posiert in einem Oberhemd mit geöffnetem Kragen - und er hat offenbar zwei Pistolen in der Hand: Auf Facebook veröffentlichte Fotos eines Mannes mit Schusswaffen führen jetzt zu Ermittlungen der Polizei. Doch die hat es mit einem Rätsel zu tun.

Zeugen hatten die Polizei auf den Facebooker aufmerksam gemacht. Auf mehreren Fotos habe er sich mit "echt wirkenden Waffen" gezeigt, auch an öffentlichen Orten. Auf einem der Bilder sei ein Hagener, den die Polizei ermitteln konnte. "Doch der behauptet, er kenne den jetzt Gesuchten nicht", sagte am Mittwoch ein Polizeisprecher in Hagen.

Der Gesuchte lebt möglicherweise in Düsseldorf oder Umgebung

Weil es Anhaltspunkte gebe, die auf das Rheinland hindeuten, konzentriert sich die Polizei bei ihrer Fahndung nun auf den Raum Düsseldorf, Köln, Neuss. "Es gibt Hinweise darauf, dass er dort seinen Lebensmittelpunkt hat", sagt die Polizei. Auf einigen Fotos seien im Hintergrund Gebäude zu sehen, die auf Düsseldorf und Köln hindeuten; auf einem anderen Bild sei ein Auto zu erkennen mit Neusser Kennzeichen.

Zur Person weiß die Polizei noch nichts. Der Facebook-Account sei mit "nicht existierenden Personendaten erstellt worden", hat die Polizei herausgefunden. Die Fotos auf Facebook sind zudem inzwischen gelöscht, sagt die Polizei. In den Akten der Staatsanwaltschaft wurden sie jedoch dokumentiert. Das Bild der Öffentlichkeitsfahndung sei aus einer der Akten gescannt worden, deswegen sei die Bildqualität so schlecht, erklärte der Polizeisprecher.

Warum die Polizei in diesen Fall solchen Aufwand steckt? Weil es um einen möglichen Rechtsverstoß geht und die Polizei ermitteln muss, sagt der Sprecher: "Es geht um den Verdacht des Verstoßes gegen das Waffengesetz". Die Polizei hofft auf Zeugen, die den Gesuchten erkennen.

Hinweise zu dem abgebildeten Mann bitte an die Kriminalpolizei in Hagen unter der Rufnummer 02331/986 2066.

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