Oberbürgermeisterwahl

Düsseldorfs SPD gibt noch einmal richtig Gas

Düsseldorfs SPD-Chef Andreas Rimkus: „Thomas Geisel muss OB bleiben!“

Düsseldorfs SPD-Chef Andreas Rimkus: „Thomas Geisel muss OB bleiben!“

Foto: Boris Schmidt

Düsseldorf.  In der letzten Woche vor der OB-Stichwahl setzt die Düsseldorfer SPD alles daran, ihren OB Thomas Geisel im Amt zu halten.

Am Sonntag entscheidet es sich: Bleibt Sozialdemokrat Thomas Geisel in seinem Amt bestehen oder kann sich der CDU-Kandidat Keller durchsetzen? Bei der SPD setzt man in der letzten Woche vor der Stichwahl noch einmal alles daran, Geisel im Amt zu erhalten.

„Die Hohe Zeit der Demokratie“

„Das ist die Hohe Zeit der Demokratie“, sagt Andreas Rimkus, Bundestagsabgeordneter und Chef der SPD in Düsseldorf. „Die ganze Partei ist unterwegs.“ SPD-Mitglieder aus allen Düsseldorfer 24 Ortsvereinen werden auch in dieser Woche mit etwa 30 roten Ständen an vielen Fußgänger-Knotenpunkten anzutreffen sein, und Gespräche mit den Düsseldorfern suchen. Daneben sind viele Mitglieder und Unterstützer unterwegs, die Flyer verteilen. Diese Anstrengungen sieht Rimkus in stolzer Tradition: „Quasi erfunden“ habe seine Partei schließlich den Bürgerdialog. Er selbst wird diese Woche viele Fachgespräche führen, unter anderem mit Gewerkschaftern.

„Thomas Geisel steht wie niemand anderes für soziale Gerechtigkeit, kluge Nachhaltigkeit und gutes Wirtschaften“, führt Rimkus als größte Gründe dafür an, warum ein Kreuz für Thomas Geisel das richtige sei. In den vergangenen sechs Jahren habe seine Partei den „Mehltau“ der CDU aus dem Rathaus gewischt und der Stadt neue Farbe verliehen. „Es geht darum, den erfolgreichen Weg Düsseldorfs weiterzuführen“, so der SPD-Chef.

Rimkus kritisiert Herausforderer Keller scharf

Demgegenüber hat Andreas Rimkus für Stephan Keller nur harte Worte übrig: „Der Herausforderer steht für rückwärtsgewandten Strukturkonservatismus, der sich nicht zu fein ist, Dinge zu relativieren.“ Er wirft Keller vor, beim Thema der Verkehrswende links zu blinken, um dann rechts abzubiegen und verweist etwa auf Kellers Ablehnung der Umweltspuren. Im Bereich der Wohnungspolitik signalisiere Keller Familien mit geringerem Einkommen, sie nicht in der Stadt zu wollen. Auch mahnt er Kellers Umgang mit CDU-Mitgliedern an, die nach Rechtsaußen eine offene Haltung eingenommen hätten: „Er ist nicht in der Lage, sich zu distanzieren!“

Thomas Geisel lobt Rimkus dagegen als Vorzeige-Kandidaten der „Toleranz, Offenheit und des Respekts“. Mit ihm werde auch in Zukunft zum Christopher-Street-Day die Regenbogen-Flagge am Rathaus wehen. Mit Stolz erinnert er sich auch an Geisels Aktion gegen die „Dügida“-Demonstrationen 2015: „Er ist der der damals gesagt hat ,Ich mach den Nazis das Licht aus!’“

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