Corona-Krise

Düsseldorfer Unternehmer fordern klare Ansagen

Unternehmer Udo Stern ist Sprecher der noch jungen Düsseldorfer Initiative. Er fordert ein klares und einheitliches Vorgehen in der Corona-Krise und warnt vor schweren wirtschaftliche Folgen für Unternehmer und auch die Stadt Düsseldorf.

Unternehmer Udo Stern ist Sprecher der noch jungen Düsseldorfer Initiative. Er fordert ein klares und einheitliches Vorgehen in der Corona-Krise und warnt vor schweren wirtschaftliche Folgen für Unternehmer und auch die Stadt Düsseldorf.

Foto: OH

Düsseldorf.  Die junge Geschäfts-Initiative Düsseldorfer Unternehmer erwartet ein einheitliches Vorgehen in der Corona-Krise.

Die im Mai gegründete Düsseldorfer Initiative gegen die coronabedingte Geschäfts-Virtualisierung (NRZ berichtete) sieht sich in ihrer Warnung vor negativen Auswirkungen auf das Geschäftsleben bestätigt. Sie fordert aus Berlin eine klare, einheitliche und eindeutige Ansage zur Virusbekämpfung und eine Anleitung für alle, zurück zu einem normalen Geschäftsleben – soweit möglich.

Schaden durch uneinheitliche Corona-Politik

„Wir sehen jetzt, was dieses Hin und Her der Bundes- und Landespolitik uns an weiterer Verunsicherung bisher eingebrockt hat“, sagt Udo Stern. Unternehmer und Sprecher der Initiative. „Geschäftsreisen, Hotelgewerbe und Gastronomie sind schwer angeschlagen, wichtige Messen für die deutsche Wirtschaft wie die Expo Real oder die Essen Motor Show, wurden kurzfristig abgesagt“, so Stern. „Warum gab es nicht von vornherein die generelle Masken- und Abstandspflicht und Verzicht, in 2020 auf Urlaub im Ausland? Asien hat es erfolgreich vor gemacht“, meint er.

Mittlerweile beschwören nicht nur einige Politiker mit ihren Experten den zweiten Lockdown, sondern auch andere selbst ernannte Fachleute in den üblichen Talkshows, sagt Udo Stern. Man fühle sich wie ein im Stich gelassener Statist bei einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, erklärt er.

Turbulenzen für Kleinunternehmer und Mittelständler

Anstatt den Schwerpunkt auf Großunternehmen zu setzen, die auch auf absehbare Zeit signifikant weniger Geschäft haben werden oder schon vor Corona nicht wettbewerbsfähig waren, sollte das Augenmerk auf die große Masse der Klein- und Mittelständler gelenkt werden, fordert die Initiative. Keine Stellennachbesetzungen, auf unbestimmte Zeit verschobene Investitionen, kaum noch Geschäftsreisen, nicht unterschriebene Verträge – inklusive Werbeverträge für 2021 – Auslaufen von Büromietverträgen sprechen eine deutliche Sprache, resümiert der Unternehmer. Auch der letzte Klein- und Mittelständler rechne jetzt auf lange Sicht mit schweren Turbulenzen.

Appell an jeden Einzelnen

Hinzu kämen die hausgemachten Probleme mit deutschen Autos mit Verbrennungsmotor, die die Welt nicht mehr in diesen Mengen haben wolle. Und auch sonst besinne man sich im Ausland auf im eigenen Land hergestellte vergleichbare Waren und Produkte, ergänzt Stern.

Deshalb appelliere man nun unabhängig davon, ob aus Berlin eine Hoffnung gebende Ansage komme, an den gesunden Verstand jedes Einzelnen, sich schon im Eigeninteresse an die Schutzvorkehrungen gegen Corona zu halten und durch Konsum seinen und den Arbeitsplatz seines Nachbarn zu sichern, so die Düsseldorfer Unternehmer. Denn es bringe jetzt nichts, wenn man sich zusätzlich zur harten sozialen Zäsur auch noch in die dauerhafte Rezession spare.

Schwere Folgen für Düsseldorf

Gerade Düsseldorf werde als Dienstleistungsstadt ansonsten die noch stärker werdenden Auswirkungen nicht nur an der 50 prozentigen Flughafenbeteiligung, der Messegesellschaft, der Rheinbahn, den Geschäften, Hotels und Betrieben noch stärker zu spüren bekommen, warnt Udo Stern.

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