Terrorakt

Düsseldorfer Muslime verurteilen Kirchen-Morde in Frankreich

Forensiker und Polizeibeamte am Tatort eines Messerangriffs vor der Kirche Notre-Dame in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza. Der „Kreis der Düsseldorfer Muslime“ verurteil die Tat und nahm am Donnerstag an einer Mahnwache in Düsseldorf teil.

Forensiker und Polizeibeamte am Tatort eines Messerangriffs vor der Kirche Notre-Dame in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza. Der „Kreis der Düsseldorfer Muslime“ verurteil die Tat und nahm am Donnerstag an einer Mahnwache in Düsseldorf teil.

Foto: VALERY HACHE / dpa

Düsseldorf.  Terrorakt von Nizza wird aufs Schärfste verurteilt. Mahnwache am Donnerstag Abend vor dem französischen Generalkonsulat in Düsseldorf.

Der „Kreis der Düsseldorfer Muslime“ (KDDM) ist bestürzt über die Morde in einer Kirche in Nizza am Donnerstag. „Wir verurteilen diese Tat aufs Schärfste und warnen vor der Eskalation von Gewalt. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Ermordeten, Opfern des Terrors sowie ihren Familien und Freunden“, heißt es einer Mitteilung des KDDM.

Der Verband mahnt angesichts der immer hitziger werdenden Debatten der letzten Wochen, zur Besonnenheit und ruft auf zu Aufrichtigkeit und Respekt im Umgang miteinander. „Unser aller oberstes Ziel sollte die nachhaltige Beendigung jedweder Gewalt sein“, heißt es. „Terroristen und die Radikalen jeder Ausprägung tun alles, um Verblendete auf ihre Seite zu ziehen und die Gesellschaften anzugreifen, die von den Werten der Freiheit, der Offenheit und der Toleranz geprägt sind.“

Vertreter des KDDM nahmen am Donnerstag Abend an einer spontanen Mahnwache vor dem französischen Generalkonsulat am Martin-Luther-Platz teil. Mit dabei waren auch Vertreter des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie die französische Generalkonsulin.

„Mut und Respekt“ spricht von brutalem Mord

Für die Düsseldorfer Initiative „Respekt und Mut“ verurteilte Volker Neupert den brutalen Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty vergangene Woche in Paris und den Angriff eines ebenfalls islamistisch orientierten jungen Täters auf ein Touristenpaar aus NRW in Dresden, der für einen Mann tödlich endetet. „Die Reaktion von Politkern, die diesmal vor dem politischen Islam warnten, von denen man das in dieser Klarheit nicht erwartet hätte, ist vielleicht der Durchbruch in der Erkenntnis, dass man den Islamismus als tödliche Gefahr ernstnehmen muss und den politischen Islam mit seiner Unterwanderungsagenda nicht verniedlichen darf“, so Neupert. „So müssen wir in Deutschland die Netzwerke des politischen Islams benennen und sollten uns von der Vorstellung lösen, dass man seine Apologeten durch freundliches Einbinden von ihrer Unterwanderungsagenda abbringen kann.“

Solidarisch zeigen gegen islamische Extremisten

Der Angriff auf Frankreich und seine Art zu leben sollte auch als Angriff gesehen werden gegen unsere Werte von Freiheit und Demokratie, die wir mit den Franzosen teilen. „Wir müssen uns solidarisch zeigen mit denen, die diese islamischen Extremisten auf ihrer Verfolgungsagenda haben“, so Neupert. „Darunter viele Alewiten, Jesiden, Kurden und säkulare Muslime, die bei uns leben.“

"Wir sollten mit allem Engagement unsere demokratischen Freiheiten verteidigen, so wie wir es im Angesicht des nicht minder tödlichen Rechtsextremismus auch tun. Hier sind die Zuständigen und Anständigen, sind Staat und Gesellschaft gleichermaßen gefordert", so Neupert. „Gegen Islamismus, Faschismus und gegen das, was diese politischen Verbrecher eint, den Antisemitismus.“ (gömi)

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