Posten-Debatte

Düsseldorfer Kritik an AKK: „Das ist wenig professionell“

Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Annegret Kramp-Karrenbauer.

Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Annegret Kramp-Karrenbauer.

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Düsseldorf .  Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete sehen die Ernennung von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Bundesverteidigungsministerin mehr als kritisch.

Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete äußern sich kritisch zur neuen Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Düsseldorfer FDP-Chefin, Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexpertin, sieht die Glaubwürdigkeit der CDU-Chefin als Verteidigungsministerin vom Start weg beschädigt. „Nachdem sie wochenlang einen Regierungseintritt ausgeschlossen hat, wird sie nun ausgerechnet Verteidigungsministerin“, so Strack-Zimmermann. „Kanzlerin und Union zeigen erneut, dass sie die Belange der Bundeswehr nicht im Geringsten interessieren. Sonst würden sie die gebeutelte Bundeswehr nicht für Personalspielchen missbrauchen.“

SPD-Mann Rimkus kritisiert auch die Von der Leyen-Personalie

Kramp-Karrenbauer wird Nachfolgerin von Ursula von der Leyen, die das Europaparlament zuvor zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt hatte. Der Wechsel kommt überraschend, weil es immer geheißen hatte, die 56-Jährige wolle nicht ins Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel gehen.

Auch Andreas Rimkus,Vorsitzender der Düsseldorfer SPD und Bundestagsabgeordneter, sieht den Wechsel von AKK in die schwarz-rote Bundesregierung kritisch: „Sie geht beschädigt ins Amt“, sagte Rimkus der NRZ. „Erst wollte sie nicht ins Kabinett und nun, keine Woche später, dann eine Rolle rückwärts. Das ist wenig professionell...“

Andreas Rimkus dankte Petra Kammerevert aus Düsseldorf und den anderen deutschen Europaabgeordneten für ihre klare Haltung gegen Ursula von der Leyen als Präsidentin der EU-Kommission. Rimkus kritisiert, dass sich das Spitzenkandidatenmodell nicht durchgesetzt hat. Rimkus hebt hervor: „Vorschuss und Vertrauen bringt Ursula von der Leyen aus Berlin nicht mit. Das muss sie sich jetzt verdienen.“

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