Schülerproteste

Düsseldorfer Jugendrat solidarisch mit „Fridays for Future“

Die Schülerbewegung protestiert regelmäßig an Freitagen in Düsseldorf.

Die Schülerbewegung protestiert regelmäßig an Freitagen in Düsseldorf.

Foto: Tobias Kaluza

Düsseldorf.   Düsseldorfer Vertreter der jungen Generation fordern Politik und Lehrer zum Handeln auf – Schwänzen des Unterrichts sei „adäquates Druckmittel“.

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Der Düsseldorfer Jugendrat zeigt sich einstimmig solidarisch mit der Klimabewegung „Fridays for Future“. Die Bewegung – fast gänzlich von Studenten und Schülern getragen – fordert in wöchentlichen Demos eine konsequentere Umweltpolitik und stärkere Maßnahmen gegen die drohende Klimakrise. „Wir, der Düsseldorfer Jugendrat, solidarisieren uns als offizielle Vertretung der Düsseldorfer Kinder und Jugendlichen mit der Protestbewegung Fridays for Future“, heißt es in einer Stellungnahme des Jugendrats.

Jugendliche wollen ernsthafte Debatte

„Wir alle sind von der Klimakrise betroffen. Wir bemerken bereits jetzt erste Folgen, wie die Zunahme von Wetterextremen. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die einen katastrophalen Klimawandel noch verhindern kann“, so Lukas Mielczarek, Mitglied des Jugendrats. Dass freitagmittags die Schule geschwänzt werde, sei ein geeignetes Mittel, um mit Nachdruck auf die akute Bedrohung des Planeten hinzuweisen. „Es ist das einzige adäquate Druckmittel, das uns jungen Menschen gegeben ist, um die Politik zum dringend notwendigen Handeln zu bewegen“, heißt es in der Stellungnahme.

Jugendrat fordert Lösungsansätze von Schulleitung

Der Jugendrat appelliert zudem an die Schulleitungen, all die Schüler zu unterstützen, die sich in der Bewegung einsetzten. „Anstelle von pauschalen Sanktionsmaßnahmen und Bestrafungen begrüßen wir es, wenn die Schulleitungen über neue Ideen und Lösungen nachdenken, wie ihre Schüler an dem Demos teilnehmen können. So sei eine Art „Klimaschutztag“ einmal im Monat denkbar, an dem könne sich dann mit Umweltthemen auseinandergesetzt werden.

Wissenschaftler unterstützen den Jugend-Protest

Zudem fordert der Jugendrat Politiker auf, die Proteste der jungen Generation ernst zu nehmen. Die Politik stehe in der Verantwortung, für das Wohlergehen der Menschen zu sorgen. Dazu gehöre insbesondere die Verantwortung gegenüber Kindern und der Jugend, so der Appell. Mittlerweile seien die Jugendlichen mit ihren Forderungen nicht alleine, mehrere tausend Wissenschaftler haben etwa die Initiative „Scientists for Future“ ins Leben gerufen.

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