Stadtbeleuchtung

Düsseldorf hat jetzt einen Gaslaternen-Koordinator

Gaslaternen in der Mühlengasse. Für viele Düsseldorfer bedeutet die historische Straßenbeleuchtung ein Stück Heimat.

Gaslaternen in der Mühlengasse. Für viele Düsseldorfer bedeutet die historische Straßenbeleuchtung ein Stück Heimat.

Foto: Endermann

Düsseldorf.   Dirk Bommes ist seit November Ansprechpartner im Düsseldorfer Planungsdezernat für Bürger – 14.000 Gaslaternen sind noch erhalten.

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In der Diskussion um den Erhalt der historischen Gaslaternen in Düsseldorf kehrt Frieden ein: Kommende Woche will die zuständige Dezernentin Cornelia Zuschke im Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Politik vorstellen, wie die Bürger in die Erarbeitung eines Masterplans zum Umgang mit den noch rund 14.000 erhaltenen Gaslaternen in Düsseldorf eingebunden werden. Eckpunkte des Vorgehens: Den Bürgern kommt in einem Lenkungs- und in mehreren Arbeitskreisen eine Schlüsselfunktion zu. Außerdem kümmert sich künftig ein Gaslaternen-Koordinator um die Kommunkation zwischen Stadt und Interessenvertretern.

Und der hat schon seine Arbeit aufgenommen: Dirk Bommes ist seit November Ansprechpartner im Planungsdezernat für Bürger, kümmert sich um die Kommunikation nach innen und außen. Die Arbeit von Bommes, der vorher als Ombudsmann bei der Stadt Streitfragen schlichtete, wird von den Gaslicht-Befürwortern in einem ersten Resümee positiv bewertet: „Die Zusammenarbeit mit ihm ist wunderbar. Wenn wir Fragen haben, kanalisiert er diese und gibt sie an die richtigen Stellen weiter“, sagt Lutz Cleffmann, einer der Sprecher der Initiative Düsseldorfer Gaslicht. Zufrieden ist er auch damit, dass die Bürger mehr in die Entstehung des Masterplans „Energieeffiziente und historische Straßenbeleuchtung“ zur Zukunft der Laternen eingebunden werden.

Streitpunkte um Sicherheit, Kosten und Umwelt

Konkret sieht Zuschke vor, dass ein Lenkungskreis und mehrere Arbeitskreise, in denen jeweils auch Bürger sitzen, in den nächsten Monaten an dem Konzept arbeiten. Im zweiten Halbjahr soll dann der so erarbeitete Masterplan der Politik zum Beschluss vorgelegt werden. In dem Plan wird festgelegt, wie viele der historischen Leuchten erhalten und wie viele ersetzt werden. Streitpunkte bei der Diskussion ums Gaslicht sind immer wieder Fragen zur Sicherheit, Kosten oder Auswirkungen auf die Umwelt. All diese Faktoren sollen in dem Konzept berücksichtigt werden und so eine „individuelle und räumlich differenzierte Lösung“ bringen, wie es heißt. Eine „pauschale Herangehensweise“ lehnten alle Seiten ab.

Gaslaternen sind für viele Bürger ein Stück Heimat

Immer wieder fühlten sich die Bürger, für die die Gaslaternen ein Stück Heimat sind, in der Vergangenheit von der Stadt übergangen, wenn es darum ging, wo Gaslaternen abgebaut werden sollten. Mehr und mehr ist Planungsdezernentin Zuschke deshalb auf die Befürworter zugegangen und kündigte im November bereits an, sie weiterhin zu beteiligen. Bei ersten Bürgerbeteiligungen im September 2018 war die Beteiligung groß. Zuschke erklärte, dass durch die Beteiligung auch das Fachwissen der Bürger, das diese sich in den vergangenen Jahren angeeignet haben, in das Konzept einfließen soll. Damit ist Lutz Cleffmann zufrieden: „Es ist schön, dass es jetzt nicht mehr so ist, dass wir nur auf Vorlagen der Verwaltung reagieren können.“

Welche der Laternen einen Denkmalwert haben, hat derweil der Denkmalschutz in Rundgängen ermittelt. Die letzten fanden vor Weihnachten statt, jetzt werden die Ergebnisse zusammengetragen und noch in diesem Quartal soll es einen Vorschlag zur gesamtstädtischen Bewertung geben.

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