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Alltours baut in Düsseldorf Zentrale am Rhein

Das Gebäude Mannemannsufer 3 wird abgerissen. Alltours schreibt einen Architektenwettbewerb für einen Neubau aus. Der soll in zweieinhalb Jahren bezugsfertig sein. Rechts daneben das Mannesmann-Hochhaus.

Das Gebäude Mannemannsufer 3 wird abgerissen. Alltours schreibt einen Architektenwettbewerb für einen Neubau aus. Der soll in zweieinhalb Jahren bezugsfertig sein. Rechts daneben das Mannesmann-Hochhaus.

Foto: Daniel Helbig

Düsseldorf.   Der Düsseldorfer Reiseveranstalter zieht vom Dreischeibenhaus an das Mannesmannufer. 80 Millionen werden in einen Neubau investiert.

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Der Düsseldorfer Reiseveranstalter Alltours verlässt das Dreischeibenhaus. Die Firmenzentrale wird an das Mannesmannufer 3 verlegt. Das kündigten Vorstandschef Markus Daldrup und Alltours-Inhaber Willi Verhuven an. Das Grundstück mit Rhein-Blick kauft Alltours von der städtischen Immobiliengesellschaft IDR, reißt das früher als Teil der deutschen Vodafone-Zentrale genutzte Haus ab und baut neu. „Wir investieren 80 Millionen in den Umzug“, sagte Willi Verhuven, der Alltours 1974 als Reisebüro in Kleve gegründet hatte.

Die neue Zentrale ist ausgelegt für bis zu 700 Mitarbeiter

Die Alltours Gruppe war erst 2014 von Duisburg ins Dreischeibenhaus gezogen, nutzt dort die Etagen 3 bis 11. Doch für Verhuven, der stark auf enges Miteinander der Mitarbeiter und soziale Kontakte setzt, ist das Hochhaus nicht für ein so großes Unternehmen mit derzeit 450 Mitarbeiter in der Zentrale geeignet. Vorbild für eine optimale Zentrale ist sein früheres Gebäude in Duisburg: Viel Grün, offene Fläche, eine „Plaza“ für Feiern. Ähnlich soll die neue Düsseldorfer Zentrale werden. Außerdem sind Sport-, Unterhaltungs- und Entspannungszonen geplant. Der Neubau ist ausgelegt für künftig bis zu 700 Mitarbeiter. In einem weiteren Teil des Gebäudes sollen Wohnungen entstehen. Unter anderem für Mehrgenerationen-Wohnen und Behinderte.

Zehn Architektur-Büros wurden zum Wettbewerb für die Neubau-Planungen eingeladen

Wie der Neubau letztlich aussieht, wird ein im Juli startender Wettbewerb entscheiden: Zehn Architektur-Büros wurden dazu eingeladen, eine Jury tagt Ende Oktober. Im Preisgericht sitzen auch Vertreter der Politik und der Stadt. OB Geisel freut sich, dass sich Alltours mit dem Neubau zum Standort Düsseldorf bekennt. Und Planungsdezernentin Cornelia Zuschke sagte: „Es ist das beste was der Stadt passieren kann, wenn ein Investor einen Wettbewerb ausschreibt.“ Alltours will am neuen Standort dauerhaft bleiben: „Einen weiteren Umzug kann ich den Mitarbeitern nicht zumuten“, sagte Willi Verhuven.

Die Alltours Gruppe war erst 2014 von Duisburg nach Düsseldorf umgezogen. Der zusätzliche Bedarf an Büroflächen und Mitarbeitern könne langfristig in Duisburg nicht gedeckt werden, hieß es. Zwar hat Alltours am Duisburger Innenhafen ein eigenes Bürogebäude, doch mussten die Mitarbeiter auf mehrere Gebäude verteilt werden. Wegend es starken Wachstums von Alltours hatte sich Verhuven für den Umzug nach Düsseldorf entscheiden: Im Dreischeibenhaus gab es eine Lösung für alle Mitarbeiter unter einem Dach, hier hatte Alltours verteilt über mehrere Etagen genügend Büroflächen für die Fortsetzung des Expansions- und Wachstumskurses gefunden.

Während 2014 offiziell die Platzgründe für den Umzug genannt wurden, war inoffiziell aber auch zu hören, dass man mit Düsseldorf einen international renommierteren Firmensitz als das mit einem Negativ-Image behaftete Duisburg gesucht hatte.

Alltours gehört zu den großen der Branche

Mit einem Umsatz von 1,33 Milliarde Euro sowie 1,63 Millionen Gästen (Saison 2015/2016) im Flugreisegeschäft gehört die Alltours Gruppe mit ihren Veranstaltern Alltours Flugreisen, Alltours-X und Byebye zu den ganz großen der Branche.

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