Mai-Kundgebung

AfD will in Düsseldorf Kundgebung zum Tag der Arbeit

Traditionell organisiert der DGB in Düsseldorf mit seinen Gewerkschaften die Demonstration und Kundgebung zum Tag der Arbeit am 1. Mai. Der Arbeitnehmerflügel der AfD hat nun ebenfalls eine Kundgebung angemeldet.

Traditionell organisiert der DGB in Düsseldorf mit seinen Gewerkschaften die Demonstration und Kundgebung zum Tag der Arbeit am 1. Mai. Der Arbeitnehmerflügel der AfD hat nun ebenfalls eine Kundgebung angemeldet.

Düsseldorf.   Für den 1. Mai hat die AfD in Düsseldorf eine Kundgebung Angemeldet. In der Landeshauptstadt formiert sich bereits Protest.

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Zum Tag der Arbeit am 1. Mai haben Rechtspopulisten der AfD eine Kundgebung in Düsseldorf angekündigt. Eine Anmeldung liegt der Polizei seit Dienstag vor, bestätigte eine Polizeisprecher. Der AfD-Arbeitnehmerflügel „Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer“ (AVA) will mit seiner Kundgebung Flagge zeigen in der Landeshauptstadt – und damit offenbar die etablierten Gewerkschaften provozieren. Wie viele Teilnehmer die AVA angemeldet hat, wollte die Polizei nicht mitteilen. Die Teilnehmerzahl und der Ort der Kundgebung seien Thema eines „Kooperationsgespräch“ zwischen Polizei und AVA.

Am Donnerstag Treffen von Gewerkschaften und Bündnissen

Gegen die am Dienstag bekannt gewordene Kundgebung der AVA formiert sich bereits Protest in der Landeshauptstadt. Am Donnerstag gibt es ein Gespräch zwischen Gewerkschaften und verschiedenen Bündnissen wie „Düsseldorfer Appell“, „Düsseldorf ist bunt“ oder „Düsseldorf stellt sich quer“. Dort wird beraten, wie man auf die Kundgebung der Rechtspopulisten reagiert, ob und wie man sich möglicherweise dagegen stellt.

Sigrid Wolf, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Düsseldorf, stellte im Gespräch mit der NRZ klar: „Der 1. Mai ist unser Tag!“ Denn lasse man sich nicht von Rechten nehmen. Der DGB werde am Tag der Arbeit wie geplant und seit Jahren üblich um 11 Uhr vom Gewerkschaftshaus an der Friedrich-Ebert-Straße in einer Demo zum Johannes-Rau-Platz ziehen, wo um 12 Uhr eine Kundgebung startet. Von 13 bis 16 Uhr ist dann das alljährliche Familienfest angesagt.

Linke: AfD missbraucht Tag der Arbeit für ihre Propaganda

„Dass ausgerechnet die Arbeitnehmerfeindliche AfD den Tag der Arbeit für ihre Propaganda missbrauchen will, ist besonders schäbig und perfide“, schimpfte Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der Linken in NRW. „Die in weiten Teilen rassistische Partei stellt sich damit in eine Reihe mit den neofaschistischen Splitterparteien NPD und ‚Die Rechte‘, die den 1. Mai ebenfalls für ihre soziale Demagogie und rassistische Propaganda missbrauchen wollen.“ So will die NPD am Tag der Arbeit in Essen aufmarschieren. ‚Die Rechte‘ mobilisiert zu einem Aufmarsch in Dortmund.

„Wir werden diese neuerlichen Provokationen der Rechtsaußenparteien keineswegs unwidersprochen hinnehmen. Die Linke wird sich daher sowohl an den Kundgebungen der Gewerkschaften als auch an den Protesten gegen die besagten Aufmärsche und Kundgebungen der Rechten beteiligen“, kündigte Demirel an.

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