Klima-Demo

300 Aktivisten wollen durch Düsseldorfer Flughafen ziehen

Auf der Abflug-Ebene des Düsseldorfer Flughafens wird am Freitag demonstriert. 300 Klima-Aktivisten dürfen ins Terminal.

Auf der Abflug-Ebene des Düsseldorfer Flughafens wird am Freitag demonstriert. 300 Klima-Aktivisten dürfen ins Terminal.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Bei einer Demo am Freitag könnten bis zu 2000 Klimaschützer von Fridays for Future kommen. In das Airport-Gebäude dürfen aber nur 300 Aktivisten.

Anhänger der „Fridays for Future“-Bewegung aus Düsseldorf und der Region wollen am Freitag, 23. August, am Düsseldorfer Flughafen ein Zeichen für ein besseres Klima setzen. „Die Aktion ist angemeldet und wird von den zuständigen Behörden begleitet“, sagte Flughafen-Sprecher Christian Hinkel. Der Airport werde, ebenso wie die Landespolizei, organisatorische Maßnahmen ergreifen. „Wir gehen daher von einem geregelten Ablauf der Veranstaltung aus und erwarten keine Betriebsbeeinträchtigungen am Flughafen“, so Hinkel.

Die Demo der Fridays for Future-Aktivisten beginnt um 12.20 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung am Fernbahnhof des Flughafens. Dafür sind 1000 Teilnehmer angemeldet, es könnten aber durchaus 2000 werden. Vom Fernbahnhof startet ein Demo-Zug über die Frachtstraße zum Parkplatz P12 am Maritim, wo es eine Abschlusskundgebung geben wird. Ab 15 Uhr werden etwa 300 Teilnehmer ins Terminal (Abflugebene) gehen, dort Flyer verteilen und mit Reisenden sprechen. Unter dem Motto „Bleib am Boden“ wollen die Aktivisten mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, dass der Luftverkehr zur Klimaveränderung beiträgt.

„Klimaschutz geht uns letztlich alle an“, sagt der Düsseldorfer Flughafen

Der Flughafen hat die Aktion in seinem Terminal nicht unterbunden. Im Gegenteil: „Klimaschutz geht uns letztlich alle an“, heißt es. „Deswegen sei es gut, dass sich die jungen Leute in Bewegungen wie Fridays for Future engagieren und der Klimaschutz eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Jeder sollte überlegen, wie er in seinem Alltag den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren kann.“

Der Flughafen betont, dass sich auch die gesamte Luftverkehrsbranche ihrer Verantwortung bewusst sei und daher mit zahlreichen Maßnahmen in den verschiedensten Bereichen daran arbeite, den Luftverkehr langfristig klimaneutral zu machen. Dies gehe von der Weiterentwicklung synthetischer Kraftstoffe bis zur Marktreife, über die umweltfreundliche Gewinnung von Energie bis hin zum Einsatz moderner Technologien und Elektroantriebe. „Dort, wo es für die Kunden Sinn macht, unterstützen wir die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene“, so der Düsseldorfer Flughafen am Mittwoch.

Der Airport betont aber auch, dass die Luftfahrt weniger als drei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantworte. Auf den innereuropäischen Flügen wachse der Luftverkehr bereits seit 2012 CO2-neutral. Ab 2020 gilt dies auch für Flüge überall auf der Welt. Und: Die deutschen Flughäfen werden ihre CO2-Emissionen bis 2030 halbieren, mit dem Ziel der CO2-Neutralität im Jahr 2050.

„Globalisierte Welt ist ohne Luftverkehr nicht denkbar“

Fakt ist für den Düsseldorfer Flughafen aber auch: „Das Mobilitätsbedürfnis ist heutzutage ebenfalls Teil unserer modernen Gesellschaft. Der Luftverkehr führt Menschen weltweit zusammen, ermöglicht den eilbedürftigen Transport werthaltiger Güter, trägt zum Wachstum der Volkswirtschaften bei und ermöglicht es den Menschen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Eine freie und globalisierte Welt ist ohne Luftverkehr nicht denkbar. Daher sollten wir den Wunsch der Menschen nach Mobilität respektieren.“ Eine Verzichtsdebatte bringe niemanden weiter. Klimabewusstem Reisen werde in Zukunft aber eine deutlich größere Bedeutung zukommen. (gömi)

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