Organisierte Kriminalität

Zwei mutmaßliche Menschenhändler nach Durchsuchungen in Haft

Symbolbild.

Foto: Jochen Tack / Polizei

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei

Dortmund/Oberhausen.  Zwei Nigerianer, denen organisierter Menschenhandel vorgeworfen wird, befinden sich seit Donnerstag in Haft. Sie wurden bei Durchsuchungen in Dortmund, Essen und Mülheim am Mittwoch festgenommen. Neben den beiden Hauptverdächtigen hat die Polizei noch vier weitere Menschen festgenommen.

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Monatelange Ermittlungen des Oberhausener Kommissariats für Organisierte Kriminalität haben am Mittwoch (8.11.) zu sechs Festnahmen geführt. Bei Durchsuchungen von Gebäuden in Dortmund, Essen und Mülheim konnte die Polizei ein Pärchen aus Nigeria festnehmen. Beide werden des organisierten Menschenhandels verdächtigt.

Am Donnerstag (9.11.) wurden die 32-jährige Frau und der 25-jährige Mann dem Haftrichter vorgeführt und in Haft genommen.

Neben den beiden Hauptverdächtigen wurden vier weitere Menschen festgenommen: Einer 41-jährigen Frau und einem 23-jährigen Mann werden jeweils Tatbeteiligungen vorgeworfen. Außerdem wurden ein 19-Jähriger und ein 26-Jähriger wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz festgenommen. Auch die vier weiteren Verhafteten stammen aus Nigeria.

Die beiden Hauptverdächtigen sollen gezielt in Afrika Frauen angeworben und über Italien in das Ruhrgebiet geschleust haben. Hier sollen sie die jungen Frauen dann zur Prostitution gezwungen haben. Dabei sollen sie sie mittels des in Afrika weit verbreiteten Glaubens an Geister und Hexerei unter Druck gesetzt haben.

Weitere Informationen gibt die Polizei zur Zeit wegen der laufenden Ermittlungen nicht bekannt. Zuständig ist die Staatsanwaltschaft Duisburg.

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