Flucht

Wilde Verfolgungsfahrt von Dortmund nach Castrop-Rauxel

Die beiden Männer ignorierten diesen Hinweis.

Die beiden Männer ignorierten diesen Hinweis.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Aus einem Geschwindigkeitsverstoß wurde eine Verfolgungsfahrt von Dortmund nach Castrop-Rauxel. Die Flucht endete mit zwei Festnahmen.

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Dortmund. Eigentlich war es „nur“ ein Geschwindigkeitsverstoß, den Beamte der Polizei Dortmund am Dienstagabend auf der Straße Langenacker ahnden wollte. Ein Autofahrer war etwas über 10 km/h zu schnell gefahren, teilte die Polizei Dortmund mit. Demnach ignorierte der Fahrer die Anhaltezeichen, die daraufhin folgten. Mitten auf der Straße wendete er seinen Wagen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon.

Die Beamten nahmen mit ihrem Streifenwagen sofort die Verfolgung auf. Er flüchtete teils mit Geschwindigkeiten, die den eigentlich begangenen Geschwindigkeitsverstoß bei weitem übertrafen. Laut Polizei seien die Insassen beispielsweise rund 130 km/h bei erlaubten 50 Stundenkilometern gefahren.

Der Fahrer beschädigte mehrere Fahrzeuge und flüchtete

Zudem begann der Fahrer noch eine Unfallflucht. Beim Überholen eines weiteren Fahrzeugs fuhr er sich nicht nur selbst beide Spiegelblenden ab, sondern beschädigte auch sowohl das überholte Auto als auch ein weiteres geparktes. Die Fahrt ging trotzdem ohne Stopp weiter.

Die Beamten stellten den Streifenwagen quer, um den Fahrer an einer weiteren Flucht zu hindern. Dies habe ihn jedoch immer noch nicht beeindruckt, berichtet die Polizei. Er wendete und rammte den Streifenwagen, der anschließend nicht mehr fahrbereit war.

Bei der Fahndung der Polizei mit Diensthund Aika konnte das Auto gefunden werden – ohne Insassen. Und auch ohne Kennzeichen.

Insassen montierten das Kennzeichen des Autos ab

Diese, so hatten es Zeugen beobachtet und der Polizei berichtet, hatten die Insassen abmontiert und waren dann geflüchtet. Als erstes war die Flucht für den mutmaßlichen Beifahrer beendet. Den 44-jährigen Dortmunder stellten Einsatzkräfte nach Zeugenhinweisen in der unmittelbaren Nähe. Als nächstes fanden die Polizisten die Kennzeichen, die laut ersten Recherchen der Beamten eigentlich nicht einmal zu dem abgestellten Wagen gehören. Und zu guter Letzt fanden sie auch den mutmaßlichen Fahrer, einen 34-Jährigen aus Castrop-Rauxel. Dieser hatte sich in einem Gebüsch in der Nähe versteckt. Dennoch spürte Diensthündin Aika ihn auf.

Er habe sich laut Polizei freiwillig aus seinem Versteck begeben. Polizeibeamte nahmen beide Männer fest und brachten sie ins Polizeigewahrsam. Der 44-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in der Nacht entlassen. Der 34-Jährige durfte dort zwecks weiterer Ermittlungen noch etwas länger bleiben. Bei der Fahrt wurde niemand verletzt. (red)

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