Stadt hofft auf Mittel der Internationalen Gartenausstellung

Wie der der Deusenberg zum Erlebnisraum wird

Von 1992 bis 2014 dauerte die Rekultivierung des heutigen Deusenbergs. Mittlerweile wurde dort auch eine Solaranlage installiert.

Foto: Oskar Neubauer

Von 1992 bis 2014 dauerte die Rekultivierung des heutigen Deusenbergs. Mittlerweile wurde dort auch eine Solaranlage installiert. Foto: Oskar Neubauer

Dortmund.  Dass der Deusenberg weiter aufgewertet und zu einem Erlebnisraum werden soll, steht außer Frage – vielleicht als Teil der Internationale Gartenausstellung. Nicht nur die Deusener Bürger warten sehnsüchtig darauf. Doch es ist weiterhin Geduld gefragt.

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Der Deusenberg in Dortmund-Deusen soll ein Erlebnisraum für die ganze Familie werden. So steht es im Integrierten Handlungskonzept (InHK) Huckarde Nord, zu dem u. a. neben dem Deusenberg der Unterbezirk Mailoh und das Sanierungsgebiet Kokerei Hansa gehören.

Auch die Details klingen vielversprechend: Von Trendsportarten, interaktivem Lernen und Spielen sowie einem attraktiven Freizeitbereich ist unter anderem die Rede. Genauso dürfte diese Zahl gefallen: 2,4 Millionen Euro sind als Herstellungs- und Planungskosten veranschlagt.

Anwohner sind ungeduldig

Dennoch reagieren gerade die Deusener Bürger ungeduldig und ungehalten auf das Thema. Etwa im Zuge unserer Zeitungs-Serie „Bürgerwünsche“. Viele Versprechen zu Freizeitgestaltung und Aufenthaltsqualität auf dem Deusenberg seien nicht eingehalten worden, sagten kürzlich zum Beispiel Reiner Schramowski und Irmgard Kolberg. Die Mountainbike-Anlage und das ausgebaute Wegenetz allein würden niemanden mehr froh stimmen.

Fakt ist, dass die Weiterentwicklung nicht so schnell voranschreiten wird, wie es sich die Bürger wünschen. Denn gemäß InHK soll das Projekt „Erlebnisraum Deusenberg“ von 2020 bis 2024 umgesetzt werden. Die Ungeduld und Unruhe der Bürger kann Gisela Nürenberg, zuständige Teamleiterin im Amt für Wohnen und Stadterneuerung, durchaus nachvollziehen. „Seit dem Ende der Rekultivierung 2014 bis heute ist ja schon viel Zeit vergangen“, sagt sie.

Und sie räumt ein: Aufgrund der ungeklärten Frage, ob es die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 ins Ruhrgebiet schafft, habe man beim Deusenberg ein wenig Zurückhaltung walten lassen. Schließlich würde die IGA 2027 die Planung und den Finanzierungsrahmen verändern.

Klarheit gibt es erst am 30. Juni

Klarheit werde man voraussichtlich am 30. Juni (Samstag) erhalten, dann soll, so Nürenberg, die IGA-Entscheidung pro oder contra Ruhrgebiet fallen. Und dann wüsste man auch genau, welche Fördertöpfe für den Deusenberg anzuzapfen seien. „Es ist leider noch etwas Geduld gefragt“, sagt Gisela Nürenberg. Denn selbst nach der Entscheidung am 30. Juni könne man nicht direkt „loslegen“.

Für den geplanten Ideenwettbewerb, für Vorbereitung, Ausschreibung und Vergabe würde rund ein Jahr benötigt. Mittlerweile sei aber zumindest ein Ideenwettbewerb mit Studenten des Fachbereichs Landschaftsarchitektur gelaufen. Die Ergebnisse würden derzeit noch ausgewertet und teilweise in das Projekt einfließen. Woran unabhängig des InHK zeitnah gearbeitet werden soll, sei eine bessere Ausschilderung und damit bessere Erreichbarkeit des Deusenbergs.

Überörtliches Highlight des Nordwärts-Projektes

Für Gisela Nürenberg steht die Aufwertung des Deusenbergs, mittlerweile auch noch ein Nordwärts-Projekt, außer Frage. Und ob InHK oder IGA – die grundsätzlichen Ziele und einige Basiselemente seien in beiden Fällen ähnlich. Die IGA würde aus dem Deusenberg ein überörtliches Highlight machen.

Ziel der Stadt ist in jedem Fall, den Deusenberg mit dem Stadtquartier und der Kokerei Hansa enger zu verbinden. Dies steht im Zusammenhang mit dem Vorhaben, einen Grünzug entlang der Emscher von der Rheinischen Straße über Bahnhof Mooskamp und Kokerei Hansa bis zum Deusenberg auszubilden.

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