Spektakuläre Flucht

Verfolgungsfahrt mit der Polizei: Mann wirft Hundewelpen weg

Die Polizei hatte den Mann kontrollieren sollen, weil er während der Fahrt mit seinem Handy gespielt haben soll.

Die Polizei hatte den Mann kontrollieren sollen, weil er während der Fahrt mit seinem Handy gespielt haben soll.

Foto: Federico Gambarini / dpa (Archiv)

Lünen.  Auf drei Reifen endet die Flucht eines Autofahrers vor der Polizei - vorläufig. Um die Beamten abzuschütteln, wirft er ihnen einen Hund entgegen.

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Wilde Verfolgungsjagd in Lünen: Ein Autofahrer ist der Polizei davongerast, hat mehrere Streifenwagen gerammt, ist danach auf drei Reifen weitergefahren und hat schließlich - von Polizisten umstellt - einen Welpen von sich geworfen. Das Tier sei unverletzt geblieben, erklärten die Beamten am Mittwoch. Der 23-Jährige entkam den irritierten Beamten zunächst. Sie konnten den Mann aber über sein zurückgelassenes Handy identifizieren.

Die Beamten hatten den Fahrer am Dienstagabend gegen 17.45 Uhr auf der Preußenstraße im Stadtteil Horstmar eigentlich nur stoppen wollen, weil er während der Fahrt in dem Mercedes am Handy gespielt haben soll. Als die Polizisten ihm signalisierten, anzuhalten, gab er Gas. Der 23-Jährige schleuderte gegen einen geparkten Wagen und einen Stromkasten und rammte zwei Polizeiwagen, die ihn aufhalten sollten. Der lädierte Fluchtwagen verlor den Angaben nach einen Vorderreifen - und fuhr dennoch weiter. An einer Schranke war Schluss, der 23-Jährige sprang aus dem rollenden Auto.

An dem Auto waren fremde Kennzeichen

„Als der Zugriff erfolgen sollte, überraschte der Fremde erneut durch eine so nicht vorhersehbare Aktion: In seinen Händen trug er einen Hundewelpen, den er plötzlich wegwarf“, erklärte die Polizei. Die Beamten hätten ihn noch festhalten können - bis der Mann sich losgerissen habe und verschwunden sei.

Gegen ihn wird unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte ermittelt. An dem Auto sollen auch fremde Kennzeichen gewesen sein. Der Hund kam in ein Tierheim. (dpa)

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