Tierquälerei

Unbekannter missbraucht und verletzt Pony in Dortmund

Foto: dpa (Symbolbild)

Eving.   Erneut ist in Dortmund ein Pony sexuell missbraucht worden. Die Polizei hat noch keine Spur, doch das Vorgehen ähnelt zwei älteren Fällen.

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Wie die Polizei erst am Dienstag mitteilte, kam es bereits in der Nacht zu Freitag (2.12.) zu dem Vorfall auf einem Hof nahe der Straße Am Beisenkamp. Ein Unbekannter verletzte demnach ein „wehrloses“ Pony mit einem „scharfen Gegenstand“ im Genitalbereich. Anschließend flüchtete der Tierquäler.

Nicht der erste Fall

Es ist nicht der erste Fall in Dortmund, bei dem ein Pony sexuell missbraucht wurde. Im Oktober diesen Jahres gab es zwei ähnliche Fälle: In Derne wurde in der Nacht zum 13. Oktober ein Pony mit einem Strick, einem Spanngurt und einer Hundeleine an einen Zaun gefesselt und fixiert. Das Pony wies zudem Verletzungen im Intimbereich auf. Ein Riss und ein Hämatom wurden von einer Tierärztin behandelt. Knapp zwei Wochen später wurde in Hostedde in der Nacht zum 24. Oktober eine Pony-Stute ebenfalls misshandelt und im Intimbereich schwer verletzt.

Ob die Fälle zusammenhängen, ist noch nicht geklärt. „Wir können es nicht ausschließen“, sagte Polizeisprecherin Dana Seketa auf Nachfrage unserer Redaktion. Weder zum aktuellen Fall noch zu den Taten vom Oktober gebe es einen Verdächtigen. Nun hofft die Polizei auf Hilfe aus der Bevölkerung.

Täter von Kemminghausen wurde rechtskräftig verurteilt

Im Herbst des vergangenen Jahres war es ein, wie sich später herausstellte, 66-jähriger Mann, der sich an Ponys in Kemminghausen verging und sie verletzte. Monate nach dem ersten Vergehen tappte der Tatverdächtige am 11. Februar in eine Videofalle. Der Mann wurde von der Polizei festgenommen.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Dortmund wurde er im September rechtskräftig verurteilt. Zu 90 Tagessätzen von je 10 Euro für erhebliche Verletzungen, die er zwei Ponys am 27. Dezember zufügte. Sein Versuch der Tierquälerei, bei dem er am 11. Februar erwischt wurde, wurde als Ordnungswidrigkeit bewertet und mit einer Geldbuße in Höhe von 500 Euro bestraft.

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