Provisorischer Eingang

So verändert sich das Foyer der Messe Westfalenhallen

Der neue Messe-Geschäftsführer Christian Plothe und Westfalenhallen-Hauptgeschäftsführerin Sabine Loos vor einer Ansicht des künftigen Messe-Foyers.

Der neue Messe-Geschäftsführer Christian Plothe und Westfalenhallen-Hauptgeschäftsführerin Sabine Loos vor einer Ansicht des künftigen Messe-Foyers.

Dortmund.  Bagger sind noch nicht zu sehen. Doch Messebesucher werden in den nächsten Wochen schon eingestimmt auf die Großbaustelle, die das Gesicht der Messe Westfalenhallen unmittelbar an der Bundesstraße 1 deutlich verändern wird. Denn der Weg in die Messehallen führt in den nächsten Monaten über einen neuen provisorischen Eingang.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für ein Provisorium wirkt das acht Meter hohe und 825 Quadratmeter große Pavillonzelt an der Nordseite der Halle 5 durchaus schick - auch wenn der Verkehrslärm der nahen B 1 nicht zu überhören ist. Hinter einer großen Glasfront warten in dem Zelt eine Garderobe und 22 Eintrittskarten-Schalter auf die Besucher. "Das sind mehr Schalter als im alten Messezentrum. Da gibt es nur zwölf Kassen", erklärt Westfalenhallen-Sprecher Andreas Weber.

Die ersten Gäste werden hier zur Brieftauben-Ausstellung am 7. und 8. Januar erwartet, am 18. und 19. Januar folgt dann die Veranstaltungsmesse "Best of Events International". Am ersten Tag der Event-Messe können die Besucher womöglich den ersten Spatenstich für das neue Messefoyer miterleben, das zum repräsentativen Entree der Messe werden soll - inklusive einer gläsernen Passage zu den Hallen 2 und 3. Wie berichtet, investiert die Westfalenhallen GmbH dazu bis 2018 rund 35 Millionen Euro.

Abstimmungsbedarf gibt es offensichtlich noch mit der Stadt. Bei der Vorstellung der Baumaßnahme unter dem Titel "Welcome 2018" Mitte Januar hatte Oberbürgermeister Ullrich Sierau angedeutet, dass die Stadt im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Messe-Vorplatzes erneut auch über die längst überfällige Erneuerung der Fußgängerbrücke über die B 1 in Richtung Lindemannstraße nachdenke.

Noch keine Priorität

In der Verwaltung hat das Projekt aber offensichtlich noch keine Priorität. "Für einen barrierefreien Neubau der Brücke gibt es bislang keine Planung", teilte Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Anfrage unserer Redaktion mit. Dabei ist der Stadt durchaus bewusst, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Brückenbau und Erneuerung des Messevorplatzes gibt. "Durch die Baumaßnahme der Westfalenhallen wird der Vorplatz um fast zwei Meter abgesenkt. Damit verschärft sich die Aufgabenstellung für eine barrierefreie Brücke. Das heißt, eine Rampe auf der Südseite der B 1 wird entsprechend länger", erklärt Maximilian Löchter.

Aktuell würden Architektur- und Bauingenieur-Studierende der TU Dortmund im Rahmen von Studienarbeiten Ideen für eine Neugestaltung des Übergangs entwickeln. Ergebnisse sollen in etwa zwei Monaten vorliegen. "Auf diese Ideen aufbauend könnte im nächsten Jahr eine Vorplanung beginnen, soweit die personellen Ressourcen dafür gegeben sind", erläutert Löchter. Und auch die Finanzierung eines Brücken-Neubaus muss noch geklärt werden. "Im Haushalt ist eine erste Finanzierungsrate erst im Jahr 2020 eingeplant", erklärt der Stadtsprecher. Ein Vorziehen "zu Lasten anderer Projekte" sei aber nicht ausgeschlossen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben