Hinterhalt

Schüler nach Mordkomplott gegen Lehrer von Schule geflogen

Die Martin-Luther-King Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld: Drei Jugendliche sollen einen Lehrer in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn zu töten. Zur Gewalttat kam es nicht.

Die Martin-Luther-King Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld: Drei Jugendliche sollen einen Lehrer in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn zu töten. Zur Gewalttat kam es nicht.

Foto: Bernd Thissen / FUNKE Foto Services

Dortmund.  Weil sie ihren Lehrer in einen Hinterhalt lockten und mutmaßlich töten wollten, sind zwei Jugendliche in Dortmund der Schule verwiesen worden.

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Im Fall des mutmaßlichen Mordkomplotts von Schülern gegen einen Lehrer in Dortmund sind zwei Tatverdächtige endgültig der Schule verwiesen worden. Die Bezirksregierung habe am Freitag eine entsprechende Entscheidung der Schule bestätigt, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die beiden 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen sollen nun an einer anderen Schule unterrichtet werden. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe waren die beiden bereits suspendiert worden. Sie durften das Schulgelände nicht mehr betreten.

Unzufriedenheit über Noten als Tatmotiv

Der 16-Jährige steht im Verdacht, aus Unzufriedenheit über eine Benotung einen 17-jährigen Mitschüler und einen 18-jährigen ehemaligen Schulkameraden zu dem Komplott angestiftet zu haben. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollten sie ihm helfen, den Pädagogen zu ermorden. Gemeinsam sollen sie den Mann am 9. Mai in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn zu erschlagen.

Die Hämmer, die sie zu diesem Zweck dabei gehabt haben sollen, kamen jedoch nicht zum Einsatz - möglicherweise weil der Lehrer Verdacht schöpfte und vorsichtig war. Die Jugendlichen sollen danach noch einen weiteren Anlauf geplant haben.

Gegen alle drei wird wegen versuchten Mordes und Verabredung zu einem Verbrechen ermittelt. Die beiden älteren Beschuldigten haben im Wesentlichen gestanden, der 16-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Alle drei sind auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund am Freitag auf Anfrage mitteilte. (dpa)

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