Demonstration

Rechtsextreme greifen Polizisten mit Feuerlöschern an

Der Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt während der Demonstration am Mittwoch im Kreuzviertel. Foto: Destroy Oh Boy! / Twitter

Der Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt während der Demonstration am Mittwoch im Kreuzviertel. Foto: Destroy Oh Boy! / Twitter

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Dortmund.  Bei einer Demo von Rechtsextremen in Dortmund ist es zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Rechte attackierten Polizisten mit Feuerlöschern.

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Nach einem Angriff mit Feuerlöschern auf Polizisten und Demonstranten sind acht Teilnehmer einer rechtsextremen Kundgebung in Dortmund wieder auf freiem Fuß. Die Männer seien nach der Feststellung der Identität wieder entlassen worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Sie waren am Mittwoch vorläufig festgenommen worden. Die Beamten ermitteln gegen sie wegen des Anfangsverdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und Landfriedensbruchs.

Unter den Tatverdächtigen sind auch der erst vergangene Woche zu einer Gefängnisstrafe verurteilte Siegfried "SS-Siggi" Borchardt und ein Mitglied des Dortmunder Stadtrats, der laut Polizei Vorstandsmitglied der Partei «Die Rechte» ist.

Die Männer sollen am Mittwochabend bei der Abreise nach der Kundgebung aus einem Kleinbus heraus Polizisten und Gegendemonstranten mit einer Flasche beworfen und dann mit mehreren Feuerlöschern angegriffen und mit Pulver besprüht haben. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Bei der rechtsextremen Kundgebung auf dem Dortmunder Sonnenplatz waren nach Polizeiangaben 25 Menschen. Ihnen standen rund 150 Gegendemonstranten gegenüber.

Zuvor hatte es am Mittwoch eine rechtsextreme Kundgebung mit 60 Menschen auf dem Dortmunder Nordmarkt gegeben. Auch hier kam es zu einer spontanen Gegendemo mit etwa 250 Menschen. Hier wurde ein Gegendemonstrant festgenommen, weil er Teilnehmer der rechtsextremen Demo mit Pferdemist beworfen hatte. Während des Einsatzes rutschten zwei Polizeipferde aus und eines der Tiere verletzte sich schwer. Ein Senior mit Rollator kam zu Fall, blieb aber unverletzt. (dpa)

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