Prüsse: Andere Städte haben höhere Schulden

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Nach dem Motto "Halb so schlimm" nimmt Ernst Prüsse, Vorsitzender der SPD im Rathaus, die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Pro-Kopf-Verschuldung in den NRW-Kommunen mit großer Gelassenheit auf.

Wie die WAZ am Donnerstag berichtete, stieg - trotz der Bombenkonjunktur und satten Mehreinnahmen an Gewerbesteuer - der Schuldenstand der Stadt Dortmund pro Einwohner im Verlauf des letzten Jahres um 234 Euro (das waren knapp acht Prozent mehr) und erreichte mit exakt 3 158,82 Euro eine neue Rekordmarke.

Eine rein kommunale Schuldenlast von knapp 3200 Euro pro Kopf beschere Dortmund "einen guten 13. Platz" im Feld der kreisfreien NRW-Städte, rechnete Ernst Prüsse am Freitag vor. "In anderen Städten liegt sie teilweise deutlich höher", zeigte der SPD-Fraktionsvorsitzende mit dem Finger unter anderem auf Oberhausen (6 740 Euro), Duisburg (5 855), Hagen (5 185), Essen (4 551), Köln (4 133) und Herne (3 401 Euro). Und selbst die nach Vermögensverkäufen als "schuldenfrei" hochgelobte Landeshauptstadt Düsseldorf kann - bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 430 Euro - so frei von Schulden auch schon nicht mehr sein.

"Wir befinden uns damit im Umfeld der Städte, die eine vergleichsweise geringe Pro-Kopf-Verschuldung haben", sagte Prüsse. Vor allem aber zeigten die Zahlen des Landesamts für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) eines ganz deutlich: In der Liste der Pro-Kopf-Verschuldung belegten genau so viele CDU-regierte Städte Spitzenplätze wie SPD-regierte. "Mangelnde Wirtschaftskraft in bestimmten Regionen und eine hohe Schuldenlast sind Probleme, die unabhängig von der politischen Ausrichtung der Rathausspitze bestehen."

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