Verfolgungsjagd

Polizei jagt Land Rover 100 Kilometer durchs Ruhrgebiet

Streifenwagen aus mehreren Städten nahmen die Verfolgung auf.

Streifenwagen aus mehreren Städten nahmen die Verfolgung auf.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Dortmund/Mülheim.  Quer durchs Ruhrgebiet hat die Polizei einen Land Rover über die A2 und A3 verfolgt. Nach 100 Kilometern endete die Flucht auf einem Nagelbalken.

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Spektakuläre Verfolgungsjagd durchs Ruhrgebiet: Auf einer fast hundert Kilometer langen Strecke zwischen dem Kamener Kreuz und Mülheim haben Streifenwagen aus mehreren Städten in NRW am Dienstagabend ein Auto aus dem Kreis Euskirchen verfolgt.

Wie die Polizei Dortmund am Mittwochmorgen mitteilt, riefen mehrere Autofahrer gegen 22.25 Uhr die Polizei, weil ihnen ein Land Rover auf der A 2 bei Bielefeld in Richtung Dortmund aufgefallen war, dessen „Fahrweise bei bis zu 200 km/h extrem gefährlich“ war.

Kurz vor dem Kamener Kreuz erkannte ein Streifenwagenteam der Dortmunder Autobahnpolizei den Wagen und nahm die Verfolgung auf. „Der Fahrer wechselte bei hohem Tempo immer wieder die Spuren, fuhr dicht auf vorausfahrende Fahrzeuge auf, bremste mehrmals auch stark ab und ignorierte die Stoppzeichen der Polizeifahrzeuge“, berichtet die Polizei. Mehrfach habe er dadurch den Verkehr gefährdet.

Die Verfolgungsfahrt führte über die A2 durch Lünen, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herten, Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Oberhausen und auf die A3 in Richtung Köln vorbei an Duisburg und Mülheim.

Flüchtender durchbricht Polizeisperre

Auch von einer Sperrstelle der Polizei ließ sich der Flüchtende nicht aufhalten: Bei Oberhausen durchbrach er nach Polizeiangaben eine erste Sperre mit einem riskanten Manöver und rammte kurz darauf zwei Streifenwagen.

Die Verfolgungsjagd endete schließlich gegen 23.40 Uhr auf der A3 zwischen dem Rastplatz Entenfang in Mülheim und dem Kreuz Breitscheid, wo der Land Rover über einen von der Polizei ausgelegten Nagelbalken bretterte. Mehrere Einsatzkräfte nahmen den Fahrer auf der kurzzeitig gesperrten Autobahn fest. Es handelt sich laut Polizei um einen geistig verwirrten 60-jährigen Mann aus dem Kreis Euskirchen. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.

Der 60-Jährige sowie drei Polizisten wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, vier Streifenwagen und das Fluchtauto „durch gezieltes Rammen und Kollisionen“ beschädigt - so das Resümee der Polizei. Sie ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. (red)

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