Demonstrationen

Vereinzelt Ausschreitungen bei Demonstrationen in Dortmund

Der Demonstrationszug des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Das Foto ist auf der Kleppingstraße entstanden.

Der Demonstrationszug des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Das Foto ist auf der Kleppingstraße entstanden.

Foto: Stephan Schütze

Dortmund.  Die Polizei hat ein positives Fazit zum Demo-Marathon in Dortmund gezogen. Alles in allem sei der Tag einigermaßen friedlich verlaufen, hieß es.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Demonstrationszug der Neonazis ist beendet und die meisten Rechten sind abgereist.
  • Nach der Abreise der rechten Demonstranten zog die Polizei eine erste zufriedenstellende Bilanz.
  • Am Abend lief in Dorstfeld der Abschluss des Demokratie-Festivals mit Konzerten verschiedener Bands.

Dortmund erlebte am Samstag einen wahren Demo-Marathon. Auslöser war ein Neonazi-Aufmarsch unter dem Motto „Europa erwache“. Mehrere hundert Rechtsextreme aus ganz Deutschland und Europa zogen durch die Stadt bis zum Sonnenplatz im Kreuzviertel. Tausende demonstrierten gegen sie. Von Sperrungen durch die Polizei, die mit mehreren Tausend Beamten im Einsatz war, waren vor allem der Bereich Königswall, Westentor, Rheinische Straße und Möllerstraße betroffen.

Polizei zieht positive Bilanz

Die Polizei zog am Abend eine positive Bilanz: Alles in allem sei der Tag einigermaßen friedlich verlaufen. "Dortmund hat heute eindrucksvoll gezeigt, dass es eine Hochburg der Demokratie ist, in der gewaltbereite Verfassungsfeinde von rechts und von links keine Chance haben", betonte Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange. Vereinzelt sei es im Zug der Rechten zu Verstößen gekommen wie das Zeigen verfassungswidriger Kennzeichen, volksverhetzende Parolen, Vermummung und Waffenbesitz. Auf Seiten der Neonazi-Gegner musste die Polizei wegen Pyrotechnik einschreiten, zudem seien Polizisten beleidigt und mit Flaschen sowie einem Stein beworfen worden.

Vor dem Demo-Marathon lag der Einsatzleitung vor allem daran, die Bevölkerung und die Anwohner frühzeitig über die anstehenden Maßnahmen (Absperrungen etc) zu informieren. Dazu wurden mehrere tausend Informationsflyer an der Demo-Strecke verteilt. Ein Bürgertelefon nahm 600 Anrufe entgegen, um Fragen zu beantworten. Bedauerlich sei, dass trotz der Infokampagne rund 30 Fahrzeuge entlang der Versammlungsstrecke aus den Halteverbotszonen abgeschleppt werden mussten. "Dies ist sicherlich für die Halter nicht erfreulich, aber zum Schutz des Eigentums vor gewalttägigen Übergriffen unumgänglich", so die Polizei.

Am späteren Abend kam es bei der Abreise der Kontrahenten zu mehreren gewalttätigen Attacken zwischen Rechten und Linken unter anderem am Wittener Hauptbahnhof - dort schritt die Bundespolizei ein.

Der Tagesablauf im Ticker-Verlauf:

20.16: Zusammenstöße bei der Abreise

Nach Angaben der Bundespolizei gibt es entlang der Abreiserouten der Neonazis noch Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken. Am S-Bahnhof Dorstfeld habe es Gewalt zwischen Rechten und Linken gegeben. 45 Personen seien überprüft worden.

18.52 Uhr: Demokratie-Festival in Dorstfeld

Friedlich laufen auf dem Wilhelmsplatz in Dorstfeld die Abschlusskonzerte des dreitägigen Demokratie-Festivals „Vielfalt leben, Dorstfeld lieben“.

18.30 Uhr: Busse fahren wieder regulär

Alle Buslinien (412, 452, 453, 455, 456, 460 und 475) befahren wieder den regulären Linienweg zum Hauptbahnhof. Die Zugänge zu den Haltestellen Möllerbrücke (U42) und Westentor (U43 / U44) sind wieder geöffnet.

18.19 Uhr: Neonazis jetzt am Hauptbahnhof

Die Bundespolizei berichtet von einem soweit friedlichen Abzug der rechten Demonstranten. Per S- und U-Bahn wurden die Neonazis zum Hauptbahnhof gebracht. Dort sichert die Bundespolizei weiter die Abreise.

Außerdem gebe es am Eingang zum Bahnhof und auch an den Zugängen zu den Gleisen Personenkontrollen. Dort werden offenbar teilweise auch normalen Reisenden der Zugang zum Bahnhof verweigert. Die Bundespolizei teilte auf Anfrage mit, dass der Bahnhof grundsätzlich nicht gesperrt sei. Man müsse aber weiterhin Sicherheit gewährleisten.

17.40 Uhr: Zugang zur Haltestelle Westentor frei

Der Zugang zur Haltestelle Westentor (U43 und U44 Richtung Dorstfeld / Marten bzw. Brackel /Wickede / Westfalenhütte) ist wieder geöffnet.

17.26 Uhr: Zwischenfall im Westpark

Schon am Mittag gab es Berichte über einen Zwischenfall im Westpark: Dort sind linke Demonstranten mit berittenen Einsatzkräften der Polizei aufeinander getroffen. Aus Kreisen der Demonstranten hieß es, dabei sei eine Frau durch ein Polizeipferd verletzt worden.

Die Polizei hat dazu nun Stellung genommen: Richtig sei, dass es im Westpark eine Sperrstelle von Polizeireitern gegeben habe. Dort sei eine Frau auf die Absperrung zugelaufen und habe sich dabei verletzt. Ob dies an einer Reaktion der Pferde gelegen haben könnte, konnte die Polizei noch nicht klären.

Update zum Bus- und Bahnverkehr

Die Buslinien 412 (aus Richtung Schulte Rödding), 452 (aus Richtung Geßlerstraße), 453 (aus Richtung Schüren), 455 (aus Richtung Borsigplatz), 456 (aus Richtung Schüren) 460 (aus Richtung Kirchlinde) und 475 (aus Richtung Mengede ) fahren jetzt wieder bis zum Hauptbahnhof (Nordseite), haben ihren Haltepunkt aber zunächst noch auf der Grüne Straße. Dabei fahren die Linien 452, 453, 460 und 475 in der Innenstadt noch auf geänderten Linienwegen.

Die Zugänge zu den Haltestellen Möllerbrücke (U42 Richtung Hombruch und Richtung Grevel) und Westentor (U43 und U44 Richtung Dorstfeld / Marten bzw. Brackel /Wickede / Westfalenhütte) sind nach wie vor geschlossen.

17.18 Uhr: Neonazis treten Rückreise an

Die Kundgebung ist beendet. Die Neonazis fahren geschlossen mit der S-Bahn zum Stadthaus und dann zum Hauptbahnhof. Danach geht es individuell weiter. Es gibt keinen Sonderzug, sondern die reguläre S4.

16.31 Uhr: Anwohner machen gehörig Krach

Wenige Meter vom Ziel, an der Kreuzung Beurhausstraße, entfernt ist die Neonazi-Demo für ein paar Minuten stehengeblieben. Links und rechts der Straße machen ein paar Anwohner gehörig Krach.

16.26 Uhr: Neonazis laufen auf die Möllerbrücke zu

Der Demonstrationszug der Neonazis läuft auf die Möllerbrücke zu. Lauter Protest kommt nach Berichten von Antifa-Gruppen in der Beurhausstraße und der Kleinen Beurhausstraße. Die Anwohner entlang der Demo-Route übertönen den Rechtsrock der Neonazis mit lautem Topfschlagen.

16.03 Uhr: Positives Fazit des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus

An der Petrikirche klingt die Veranstaltung des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus bei Live-Musik von der Bühne entspannt aus. Die meisten der ursprünglich 1200 Teilnehmer haben sich auf den Heimweg gemacht. Das Fazit der Organisatoren fällt positiv aus. „Unser Protest war bunt und vielfältig“, sagt Jutta Reiter (DGB). „Und wir haben als Dortmunder gezeigt: Wir können friedlich.“

Wichtig vor allem für die vielen jungen Teilnehmer sei gewesen, den Protest ganz nah an der Nazi-Demo zeigen zu können. „Das war ganz grossartig“, erklärte Pfarrer Friedrich Stiller vor allem mit Blick auf die bunte Holi-Aktion der Grünen Jugend.

Lob gab es von ihm aber auch für die gute Kooperationsbereitschaft der Polizei. „Wir haben gesehen, dass die Dortmunder Polizei sich mit uns bemüht, die Demokratie und den Rechtsstaat zu verteidigen.“

15.29 Uhr: Die Neonazi-Demo kommt nur langsam voran. Am Ende mischen sich Buh-Rufe und immer wieder „Nazis-raus-Sprechchöre“ in den Trillerpfeifenlärm. Nach knapp einer Viertelstunde geht der Spuk zu Ende. Die Neonazis mit ihren schwarz-weiß-roten Fahnen sind in die Rheinische Straße abgebogen.

15.15 Uhr: Die Neonazi-Demo in Dortmund hat das Westentor erreicht - dort treffen rechte und linke Demonstranten zusammen. Die Polizei ist in großer Zahl vor Ort.

15.06 Uhr: Neonazi-Demo in Köln ist beendet

Kleiner Exkurs nach Köln, auch dort hat es eine Kundgebung des rechten Spektrums gegeben, die laut Polizei weitgehend friedlich verlaufen ist. Etwa 200 Gegendemonstranten hätten sich an den Absperrgittern am Alter Markt versammelt und lautstark gegen die knapp 100 Teilnehmer der Kundgebung protestiert, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei habe Strafanzeigen "im einstelligen Bereich" wegen Beleidigung und Vermummung gestellt.

Nach Augenzeugenberichten waren es mehr als 400 Gegendemonstranten. Aufgerufen zur Gegendemo hatte das Bündnis "Köln gegen Rechts". Die Kundgebung zum Thema "Gegen Zensurgesetz und das Netzwerkdurchsuchungsgesetz" war laut Polizei von einer Privatperson angemeldet worden.

14.59 Uhr: Neonazi-Demozug biegt auf Brinkhoffstraße

Der Neonazi-Demozug biegt gleich auf die Brinkhoffstraße ein. Es sind 600 bis 700 Teilnehmer.

14.53 Uhr: Neonazis zunächst gestoppt

„So ein Fahnenmeer hat Deutschland nicht mehr gesehen seit 1945“ jauchzt es aus den Lautsprecherboxen. Sie sind fünf Meter gekommen, das war ein Frühstart: Der Versammlungsleiter muss laut Polizei erst kommunizieren, wann es los geht.

14.52 Uhr: Rede von Stadtdirektor Stüdemann

Im Rahmen der Versammlung am Westentor sprach auch Stadtdirektor Jörg Stüdemann: "Wir sagen den Neonazis: Dortmund war nicht eure Stadt, ist nicht eure Stadt und wird auch nie eure Stadt werden."

14.43 Uhr: Auftakt der Neonazi-Demo beendet

14.38 Uhr: Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus am Westentor

Die Kundgebung vom Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ist inzwischen beendet. Die Teilnehmer sammeln sich nun am Westentor. Dort wird auch der Demonstrationszug der Rechtsextremisten entlangführen.

14.36 Uhr: Gegendemonstranten vor Polizeisperre

Linke Gegendemonstranten, die zuletzt nach Angaben unseres Reporters kreuz und quer durch das Klinikviertel gelaufen sind, haben sich jetzt bei der Gruppe vor einer Polizeisperre am Westentor angeschlossen.

14.34 Uhr: Polizei meldet Angriffe auf Polizeibeamte

Die Polizei hat ihre erste Zwischenmeldung zum Geschehen in Dortmund herausgegeben. Darin vermeldet sie auch erste Angriffe auf Polizeibeamte. Vor allem im Bereich des Klinkviertels, insbesondere entlang der Beurhausstraße komme es außerdem aktuell immer wieder zu sogenannten "Laufspielen" um die Einsatzkräfte zu binden. Auf der kleinen Beurhausstraße seien Pflastersteine aus der Straße gerissen worden. Diese könnten als Wurfgeschosse genutzt werden, so die Polizei.

14.21 Uhr: Linke Gegendemonstranten ziehen Richtung Möllerbrücke

Unser Reporter im Klinikviertel berichtet von linken Gegendemonstranten, die sich durch das Viertel bewegen und aktuell in Richtung Möllerbrücke zögen. Die Polizei sei im Einsatz und die Lage sei unübersichtlich. Auch die Polizei bestätigt den Einsatz.

14.18 Uhr: Blockado-Demozug gestartet

Der Blockado-Demozug mit rund 1000 Teilnehmern hat an der Saarlandstrasse begonnen. Mit zur Verzögerung des Starts der Blockado-Demo hatte offenbar beigetragen, dass einige Teilnehmer Flaggen der syrische Kurden-Miliz YPG bei sich trugen. Die Polizei habe darauf hinweisen müssen, dass diese Flaggen verboten seien.

14.10 Uhr: Auflagen für Neonazi-Demonstration vorgelesen

Michael Brück, frisch gewählter Bundesvorsitzender der rechtsextremen Partei "Die Rechte", verliest zu Beginn der Neonazi-Demonstration die Auflagen. Das Ganze Dauert etwa zwei Minuten. Unter den Punkten: keine "Deutschland den Deutschen"-Parolen, generell keine menschenverachtenden Äußerungen, keine Feuerwerkskörper und kein Alkohol.

14.04 Uhr: Linke Demonstranten nahe Neonazi-Route

Linke Demonstranten stehen vor einer Polizeikette an der Ecke Hüttemannstraße / Kleine Beurhausstraße – fast in Sichtweite der Neonazi-Route. Bis auf teils provokante Gesänge, ist es hier aktuell ruhig.

13.58 Uhr: Neonazi-Demo beginnt jetzt

13.51 Uhr: 600 bis 700 Teilnehmer bei Neonazi-Demo erwartet

Hier heißt es immer noch Warten, es fehlen immer noch einige Teilnehmer. Es stehen auch noch einige Dutzend Rechtsextreme vor den Überprüfungszelten. Eben wurde per Lautsprecher durchgesagt, dass rund 700 Rechtsextreme zur Demo kämen und deshalb Ordner nachbenannt werden müssten.

Laut Polizei sind derzeit rund 500 am Veranstaltungsort in der Nordstadt. Sie rechnet derzeit mit 600 bis 700 Teilnehmern.

13.50 Uhr: Blockado wartet auf weitere Teilnehmer

Durchsage bei Blockado: Man wartet noch, weil noch Leute dazu kommen.

13.47 Uhr: Blockado-Anhänger im Klinikviertel

Ein Teil der Blockado-Anhänger wartet in sicherem Abstand vor Polizeiabsperrung Höhe Bergmannskiosk. Keine Parolen, keine Musik, keine Polizei-Ansagen: Hier ist es ruhig.

13.27 Uhr: Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus an Petrikirche

Der Demonstrationszug des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus erreicht ohne Zwischenfälle Protestcamp bei Petrikirche. Die Musik ist weiterhin fröhlich, der Teillerpfeifenchor schon etwas lauter. Die Kundgebung beginnt.

13.26 Uhr: Demostart von Blockado verzögert sich

Man steht schon seit einiger Zeit auf der Saarlandstrasse. Es bewegt sich aber noch nichts.

13.25 Uhr: Antifa wirft Polizei Schikane vor

In einer Pressemitteilung berichtet die Dortmunder Antifa von rund 800 Gegendemonstranten. Der Polizei werfen die Aktivisten des Antifaschistischen Arbeitskreises 1404 vor, Demonstranten zu schikanieren. "Dabei untersagt es die Polizei Demonstranten, zu einem angemeldeten Startpunkt für eine Kundgebung zu gelangen. Auf Beschwerde behauptet sie, die angemeldete Versammlung würde ausfallen", so Lara Schwarz, die Pressesprecherin der Arbeitskreises. „Wir freuen uns, dass sich die Menschen nicht so leicht von ihrem Vorhaben abhalten lassen, den Naziaufmarsch zu blockieren.“

Weiter heißt es: „Wir sind bisher sehr mobil und führen die Polizei trotz des überzogenen Aufgebots an der Nase herum.Das ist für uns bereits bevor die Rechten losgelaufen sind, ein großer Erfolg.“

13.18 Uhr: Demo der Neonazis startet wohl gegen 13.30 Uhr

Eben gab es eine Durchsage, dass die Demo der Neonazis voraussichtlich gegen 13.30 Uhr startet. Bevor die Demo-Teilnehmer das Demo-Gelände betreten dürfen, werden sie in zwei Zelten von der Polizei überprüft. Sie werden laut Polizei-Präsident Gregor Lange, der vor Ort ist, auf Waffen und verfassungsfeindliche Symbole kontrolliert.

Laut Lange geht die Polizei davon aus, dass die Teilnehmerzahl der Neonazi-Demo eher am unteren Rand der erwarteten 400 bis 600 Neonazis liegen wird.

13.14 Uhr: "Blockado" beginnt Demonstrationszug

An der Haltestelle Stadthaus haben sich Demonstranten des linken Bündnisses "Blockado" gesammelt. Unser Reporter vor Ort berichtet von rund 300 Menschen. Der Demonstrationszug setzt sich langsam entlang Saarlandstraße in Bewegung, planmäßig geht es danach durch das Kreuzviertel in Richtung der S-Bahn-Haltestelle Dortmund-West im Unionviertel.

13.04 Uhr: Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus auf Heiliger Weg

Der Demozug des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus bewegt sich auf Heiliger Weg weiter Richtung Ostentor.

13 Uhr: Beginn der Neonazi-Demo verzögert sich.

Zahlreiche Teilnehmer seien noch nicht angekommen, hieß es eben in einer Lautsprecher-Durchsage. Schätzungsweise 100 bis 200 Rechtsextreme stehen auf der Grünen Straße und warten bei rechter Erquikungsmusik.

12.54 Uhr: Noch Sit-in beim Blockado-Treffpunkt am Bahnhof Stadthaus

12.50 Uhr: Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus unterwegs

Rund 1000 Demonstranten des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus ziehen aktuell vom Europabrunnen an der Kleppingstraße über den Wall zum ehemaligen Südbahnhof am Heiligen Weg. Dort findet eine Kundgebung zum Gedenken der von dort unter dem NS-Regime deportierten Menschen statt.

Unsere Reporter berichten von entspannter Musik und Seifenblasen bei einer friedlichen Demo. Allerdings führe der Demonstrationszug zu Staus auf der Ruhrallee, der Märkischen Straße und dem Heiligen Weg.

12.40 Uhr: Linke Gegendemonstranten ziehen ins Klinikviertel

Gerade zieht wieder eine größere Gruppe linker Gegendemonstranten über den Wall am Bergmann-Kiosk vorbei ins Klinikviertel.

12.32 Uhr: Feiertag für den Abschleppdienst

Über die Möllerstraße fahren immer wieder Abschlepper mit Autos, die offenbar ungünstig entlang der Demo-Route stehen.

12.29 Uhr: Demonstranten sammeln sich auf Europabrunnen

Einige hundert Demonstranten haben sich an der Kleppingstrasse versammelt. Hier ist der Auftakt des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Mit dabei sind unter anderem SPD und Falken, Grüne, die Flüchtlingspaten Dortmund und auch das Käthe-Kollwitz-Gymnasium hat einen Banner bemalt: "Gegen Rechts, für Toleranz."

12.22 Uhr: An der Katharinentreppe werden Grundgesetze verteilt.

12.16 Uhr: Begegnungen zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei

Momentan gibt es immer wieder Begegnungen zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei. Teilweise werden auch Gruppen von der Polizei gestoppt. Dazu teilt die Polizei Dortmund auf Anfrage mit: "Wir verwehren keinem Versammlungsteilnehmer den Zugang zu seiner eigenen Versammlung. Durch die frühzeitigen Absperrungen können aber Umwege entstehen."

Es gäbe zur Zeit immer wieder Versuche von linken Demonstranten, zu den Versammlungsorten der Rechten zu gelangen. Anwohnern und auch Pflegediensten, die die Absperrungen passieren wollen, rät die Polizei, die notwendigen Papiere bereit zu halten.

12.06 Uhr: Linke Neonazi-Gegner kehren um zum Versammlungsort

Die Gruppe linker Neonazi-Gegner, die sich offenbar Richtung Wall aufgemacht hatte, ist bis zum West-Center gekommen und wurde dort von der Polizei gestoppt. Jetzt laufen sie zurück zum Heinrich-Schmitz-Platz.

12.05 Uhr: Aktion der Naturfreunde Kreuzviertel

Um ein Zeichen zu setzen, das man auch anders demonstrieren kann, haben sich die Naturfreunde Kreuzviertel und deren Freunde zu dieser Aktion getroffen. Man geht die Stolpersteine im Kreuzviertel ab säubert sie und legt Rosen zum Gedenken an die Gedenksteine.

11.55 Uhr: Linke Neonazi-Gegner wollen offenbar zum Wall

Ein großer Teil der linken Neonazi-Gegner vom Heinrich-Schmitz-Platz hat sich nun auf den Weg Richtung Unionstraße gemacht. Sie wollen offenbar zum Wall.

11.51 Uhr: Anreise am Hauptbahnhof bisher friedlich

Die Bundespolizei teilt auf Anfrage mit, dass die Anreise der Demonstranten am Bahnhof bisher friedlich verläuft. Zur Zeit träfen nur kleinere Gruppen von rechten und linken Demonstranten ein. Auch auf den Anreisestrecken bliebe es bisher ruhig.

11.50 Uhr: Gegendemonstranten am Heinrich-Schmitz-Platz

100 bis 200 linke Neonazi-Gegner sind bisher am Heinrich-Schmitz-Platz zusammengekommen.

11.40 Uhr: Neonazi-Gegner im Klinikviertel gestoppt

Eine Gruppe von rund Hundert linken Neonazi-Gegnern steht an der Ecke Wilhelm-/Hüttemannstraße. Die Polizei lässt sie nicht zur Möllerstraße durch. Das sei nicht der vorgeschriebene Weg, heißt es.

Am Stadthaus, wo sich um 13 Uhr am Ausgang des S- und U-Bahnhofs die Anhänger von Blockado treffen wollen, ist hingegen noch alles ruhig. Die Polizei ist vor Ort.

11.30 Uhr: Linke Nazi-Gegner auf dem Weg zum Treffpunkt


Die linken Nazi-Gegner sind in mehreren Zügen durchs Klinkiviertel unterwegs zum Versammlungspunkt an der Kreuzung Lange Straße / Möllerstraße. Alles ist friedlich.

11.15 Uhr: Am Hauptbahnhof ist es noch ruhig

Die Lage am Hauptbahnhof ist momentan friedlich. Hier läuft gerade die anreisephase für die verschiedenen Demos. Ein Junggesellenabschied spielt Tennis auf dem Vorplatz.


Die Bundespolizei ist mit vielen Beamten vor Ort und zeigt im Fußgängertunnel Präsenz. Die Nordseite des Hauptbahnhofs ist bereits gesperrt. Hier gibt es in zwei Stunden die Auftaktkundgebung der Nenoazis. Knapp 200 Meter weiter gibt es eine Mahnwache des VVN. Dort haben sich bis jetzt etwa 20 Leute versammelt.

Wie DSW21 mitteilt fährt die Buslinie 453 aus Schüren aktuell nicht durchs Kreuzviertel zum Hauptbahnhof. Die Fahrt endet an der Markgrafenstraße, von da aus geht es mit der Stadtbahn weiter. Andere Buslinien, die sonst am Nordausgang des Hauptbahnhofs halten, werden weiträumig umgeleitet. In den Nebenstraßen wurden Ersatzhaltestellen eingerichtet.

10.42 Uhr: Tausende Polizisten unterwegs

Wer entlang der Demoroute läuft, denkt, in eine Leistungsschau der Polizei hineingeraten zu sein: Wasserwerfer, gepanzerte Wagen, zahlreiche Mannschaftswagen und Bullis, dazu Bereitschaftspolizei aus der ganzen Republik: Berlin, Hessen, Bayern... Insgesamt sind heute mehrere Tausend Polizisten auf Dortmunds Straßen unterwegs.

10.17 Uhr: Erhebliche Verkehrsbehinderungen im Kreuzviertel

Schon jetzt kommt es im Kreuzviertel zu erheblichen Verkehrsbehinderungen: Die Polizei hat die Möllerbrücke, wo heute Nachmittag die Abschlusskundgebung der Neonazis angemeldet ist, abgesperrt. Anwohner und Fußgänger werden durchgelassen, Autos nicht mehr.

An der Kreuzstraße steht Polizei und leitet den Verkehr über die Wittekindstrasse um. Anwohner werden hingegen durchgelassen. Auch der Sonnenplatz ist schon abgesperrt.

Seit dem Morgen ist im Viertel auch immer wieder der Rotorenlärm von Polizeihubschraubern zu hören. Die Polizei überwacht das Quartier und die nahen Bahnschienen aus der Luft.

10.12 Uhr: Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr


Beeinträchtigungen im Bus- und Bahnverkehr von DSW21 sind heute nicht ausgeschlossen. Schwerpunktmäßig betroffen sind voraussichtlich die Nordseite am Hauptbahnhof sowie die westliche und südwestliche Innenstadt. Auch im Bereich des Walls sind vorübergehende Einschränkungen möglich.

Auf folgende Buslinien ist aller Voraussicht im Laufe des Tages mit Einschränkungen zu rechnen: Linie 412 / Linie 452 / Linie 453 / Linie 455 / Linie 456 / Linie 460 / Linie 475 / AirportExpress und Linie S30. Aktuelle Infos.


10.08 Uhr: Absperrungen am Wall


Die Polizei hat Absperrungen am westlichen Wall und im Kreuzviertel aufgebaut. Der Wall ist vom Opernhaus bis zum Burgtor gesperrt, die Kreuzstraße vom Vinckeplatz bis zur Lindemannstraße. Der Verkehr wird umgeleitet, es kommt aber zu Staus.

10 Uhr: Antifa zieht durchs Saarlandstraßen- und Kreuzviertel

Die Antifa hat auf Twitter die Route ihres geplanten Demo-Zuges veröffentlicht: Er geht ab 14 Uhr von der S- und U-Bahnstation Stadthaus über die Saarlandstraße und die Kreuzstraße mitten durch das Kreuzviertel. An der Lindemannstraße wird der Demozug offenbar bis zur Kreuzung mit der Schillingstraße geführt - zwei Blocks vom Sonnenplatz, dem Endpunkt der Neonazi-Demo entfernt.

9.55 Uhr: Hier erfahren Sie heute alles Wichtige rund um den Demo-Tag in der City. Das erhöhte Polizeiaufkommen ist nicht zu übersehen, noch ist aber alles ruhig, wie die Polizei auf Anfrage mitteilt. Bei Fragen zum Versammlungsgeschehen erreichen Sie das Bürgertelefon der Polizei Dortmund unter Tel. 0231/132 5555.

Der Demo-Fahrplan am Samstag in Dortmunds Innenstadt:

  • 11 Uhr: Das linke Blockadebündnis Blockado beginnt seinen Protesttag an der Kreuzung Lange Straße / Möllerstraße
  • 11 – 12 Uhr: Kundgebung der Naturfreunde: „Nichts ist vergessen und niemand“ an der Kreuzung Saarlandstraße / Ruhrallee. Von hier aus geht es zu den Stolpersteinen an der Möllerbrücke.
  • 11 – 15 Uhr: Mahnwache der Vereinigung der Verfolgten das Naziregimes, des Bündnisses Dortmund gegen Rechts und des Aktionskreises 65+ an der Steinwache. Möglichkeit zum Protest in Hör- und Sichtweite des Startpunktes der Neonazi-Demo.
  • 12.20 – 13.30 Uhr: Demo-Zug des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus vom Europabrunnen zur Katharinenstraße, danach Protest in Hör- und Sichtweite der Neonazis im Umfeld des Westentors.
  • 13 Uhr: Beginn der Neonazi-Demo am Nordeingang des Hauptbahnhofs. Danach Demozug ins Kreuzviertel, wo eine Abschlusskundgebung bis 20 Uhr angemeldet ist.
  • 13 Uhr: Geplanter Treffpunkt von Blockado am Saarlandstraßen-Ausgang des S- und U-Bahnhofs Stadthaus. Von dort Demozug zur Route des Neonazi-Aufmarschs und danach bis zum S-Bahn-Haltestelle Dortmund-West an der Langen Straße im Unionviertel.
  • 17 Uhr: Das Demokratie-Fest des Vereins zur Förderung von Respekt, Toleranz und Verständigung in Dorstfeld auf dem Dorstfelder Wilhelmplatz geht am Samstag ab 17 Uhr mit einem Konzert zu Ende. Es spielen die Cover-Band „Das Wunder“ und die Neue-Deutsche-Welle-Kultband „Extrabreit“.
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