Demo

Neonazi-Demo in Dortmund: Flaschenwürfe und Volksverhetzung

Bei der Demonstration von Rechtsextremisten in Dortmund – hier ein Symbolbild einer vergangenen Veranstaltung – nahm die Polizei dutzende Anzeigen auf.

Bei der Demonstration von Rechtsextremisten in Dortmund – hier ein Symbolbild einer vergangenen Veranstaltung – nahm die Polizei dutzende Anzeigen auf.

Foto: André Hirtz / André Hirtz / Funke Foto Services

Dortmund.  Rund um eine Neonazi-Demo in Dortmund hat die Polizei dutzende Anzeigen geschrieben. Auch auf Seite der Gegendemonstranten kam es zu Gewalt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach dem Aufmarsch von rund 60 Neonazis in Dortmund am Montagabend hat die Dortmunder Polizei dutzende Anzeigen geschrieben. Auch auf der Seite der Gegendemonstranten kam es zu zahlreichen Verstößen, etwa gegen das Versammlungsgesetz.

Die unter strengen Auflagen genehmigte Demonstration der Rechtsextremen führte über die Kurfürsten- und Grüne Straße über die Schützenstraße bis zur Mallinckrodtstraße. Dort endete die Versammlung gegen 20.30 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle Hafen.

Neonazis wegen Volksverhetzung angezeigt

Weil zwei Teilnehmer des rechtsextremen Aufzugs auf der Mallinckrodtstraße antisemitische Parolen riefen, ermittelt die Polizei nun wegen Volksverhetzung. Zudem wurde die Demo gestoppt und der Versammlungsleiter aufgefordert, volksverhetzende Parolen zu unterbinden.

Auf der Kreuzung Schützen-/ Westerbleichstraße bildeten 41 Personen eine Sitzblockade, um den rechtsextremen Aufmarsch zu stören. Der Polizei gelang es jedoch, die Rechtsextremen an der nicht genehmigten Gegendemo vorbeizuführen. Gegen die Teilnehmer der Sitzblockade wurden Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Widerstand und Landfriedensbruch erstattet.

Gegendemonstranten werfen Flaschen in Richtung der Polizei

Während die Polizei die Identität der Gegendemonstranten feststellte, flog eine Flasche in Richtung der Einsatzkräfte. Verletzt wurde dabei niemand. Die Polizei stellte mehrere Strafanzeigen – wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand.

Auch im Bereich der Blücherstraße/Mallinckrodtstraße versuchten Gegendemonstranten, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Gegen sie wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Auf der Lagerhausstraße gingen die Einsatzkräfte gegen drei vermummte Gegendemonstranten vor: Auch sie erwarten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. An der Lützowstraße warf ein unbekannter Täter aus dem Umfeld der Gegendemonstranten einen Gegenstand in Richtung des rechtsextremen Aufzugs. Die Polizei ermittelt auch hier wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben