Sexual-Attacken

Nach sexuellen Übergriffen in Dortmund: Das rät die Polizei

Stade: Zwei Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag in Stade eine Tankstelle ausgeraubt.

Stade: Zwei Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag in Stade eine Tankstelle ausgeraubt.

Foto: dpa

Dortmund.  Die Ermittler suchen nach Übergriffen auf drei Frauen nach einem mutmaßlichen Serientäter – und geben Tipps, wie Frauen sich schützen können.

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Nach drei sexuellen Übergriffen auf Frauen in Dortmund innerhalb einer Woche sucht die Polizei mit Hilfe eines Phantombilds nach einem mutmaßlichen Serientäter. Die Ermittlungskommission "Park" fahndet mit Hochdruck nach einem etwa 40-Jahre alten Mann. Der Verdächtige soll etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß sein. Er hat eine schmale Statur, kurze dunkle Haare und einen Dreitagebart. Konkrete Hinweise zum Täter nimmt die Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter 0231-132 7999 entgegen.

Verhaltenstipps der Polizei: So können Frauen sich schützen

"Ich kann gut verstehen, wenn diese abscheulichen Taten zur Verunsicherung in der Bevölkerung führen", sagte Polizeipräsident Gregor Lange.

Die Dortmunder Polizei hat deshalb "Präventionshinweise zum Schutz vor sexuellen Übergriffen" (siehe Anhang) formuliert, in denen sie vor allem Frauen Tipps gibt, wie sie sich vor sexuellen Übergriffen schützen können, wenn sie alleine unterwegs sind.

  • An abgelegenen und einsamen Orten solle man besonders aufmerksam sein, so die Polizei.
  • Laute Musik über Kopfhörer zu hören, sei beispielsweise keine gute Idee, stattdessen solle man sich auf seine Umgebung konzentrieren und auf sein Bauchgefühl hören.
  • Bei verdächtigem oder ungewöhnlichem Verhalten Fremder sollten sich Frauen nicht scheuen, sofort über den Notruf 110 die Polizei zu benachrichtigen.
  • Ein selbstbewusstes Auftreten und eine aufrechte Körperhaltung seien zudem ein wichtiges Signal, denn Sexualstraftäter suchten sich für ihre Taten meist vermeintlich schwache Opfer aus, so die Polizei.

  • Im Falle eines Angriffs, vielleicht auch schon vorher, sei es außerdem wichtig, Aufmerksamkeit zu erregen. "Schreien Sie so laut Sie können um Hilfe und fordern Sie Passanten aktiv zur Hilfeleistung auf", rät die Polizei.
  • Die Polizei rät weiterhin, wirklich jede Gelegenheit zur Flucht zu nutzen, wenn nötig auch mit Hilfe "heftiger körperlicher Gegenwehr".
  • Die Polizei rät allerdings dringend davon ab, zur Selbstverteidigung Waffen mit sich zu führen. Stattdessen sollen Frauen auf sogenannte "Krachmacher" setzen (Trillerpfeifen, Taschenalarm).

Polizei Dortmund will erhöhte Präsenz in der Stadt zeigen

Die Dortmunder Polizei will nun außerdem mit erhöhter Präsenz im Stadtgebiet, insbesondere an den Tatorten, dafür sorgen, dass die Dortmunder sich wieder sicherer fühlen:

  • Bezirksdienstbeamte fahren verstärkt Streife im Radius der Tatorte und befragen die Anwohner. Um weitere Hinweise zu bekommen, wird auch das Phantomfoto des mutmaßlichen Täters verbreitet.

  • Die Fahrradstaffel und die Landesreiterstaffel patrouillieren in Tatortnähe, damit sich dort niemand mehr fürchten muss.
  • Das Kriminalkommissariat und die Kriminalprävention für Opferschutz stehen mit einem Informationsmobil an den Tatorten, um Gespräche mit den Bürgern zu führen.

Weitere Berichte aus Dortmund in unserem Stadtportal.

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