Keine Genehmigung

"Late-Night-Shopping" soll verkaufsoffenen Sonntag ersetzen

Foto: Dieter Menne

Dortmund.  Mit der Idee hatte der Cityring schon länger geliebäugelt: Statt des nicht genehmigten verkaufsoffenen Sonntags gibt's ein "Late-Night-Shopping".

Die Geschäfte in der Innenstadt sollen am 30. September (Samstag) bis 23 Uhr geöffnet bleiben. Darüber informierte am Wochenende Vorsitzender Dirk Rutenhofer (Foto) die im Cityring zusammengeschlossenen Händler.

Hintergrund ist die verschärfte Rechtslage für die Genehmigung verkaufsoffener Sonntage. Anlass muss ein Fest sein, durch das mehr Besucher angezogen werden, als durch die Öffnung der Geschäfte. Nach diesem Kriterium genügt das Pfefferpotthastfest auf dem Alten Markt (27. September bis 1. Oktober) dieses Jahr nicht mehr, um - wie in den Vorjahren - die sonntägliche Öffnung der Geschäfte zu rechtfertigen.

Nur zwei Sonntagen zugestimmt

Die Stadt hatte diesen dritten verkaufsoffenen Sonntag in der City daher gestrichen. Der Rat hat im Februar nur zwei verkaufsoffenen Sonntagen in der City zugestimmt: am 5. November zum Hansemarkt und am 3. Dezember zum Weihnachtsmarkt.

Die Öffnung bis 23 Uhr am 30. September ersetzt den Händlern zwar nicht vollwertig den verkaufsoffenen Sonntag. "Es ist aber eine Möglichkeit für die Händler, sich besonders zu präsentieren", sagt Axel Schroeder, zweiter Vorsitzender des Cityrings.

Klarheit für dieses Jahr

Könnte der Cityring aber nicht darauf setzen, dass die neue, schwarz-gelbe NRW-Landesregierung wieder mehr verkaufsoffene Sonntage genehmigt? So steht es im Koalitionsvertrag. "Die Landesregierung kann ja viel beschließen", sagt dazu Rutenhofer, "aber letztendlich entscheiden das die Gerichte". Zumal Gewerkschaften und Kirchen angekündigt haben, sehr genau auf die verkaufsoffenen Sonntage zu gucken.

Der Cityring habe nun Klarheit für dieses Jahr schaffen wollen und sich für die Durchführung des Late-Night-Shoppings entschieden. Es bleibe erst einmal bei diesem einen Termin. Wie viele Händler mitmachen, wird sich noch zeigen. Bei einer Umfrage des Cityrings im vergangenen Herbst hatten jedenfalls über 80 Prozent der befragten Händler angegeben, sich an einem Late-Night-Shopping zu beteiligen.

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