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"Lachhafter Haufen" - Dortmunder Polizei lädt Twitterer vor

Der Twitterer "Kartoffelotto" kritisierte, dass die Polizei beim Spiel des BVB mit mehr Einsatzkräften vor Ort sei als bei den Nazi-Demos in Dortmund. (Archivfoto)

Der Twitterer "Kartoffelotto" kritisierte, dass die Polizei beim Spiel des BVB mit mehr Einsatzkräften vor Ort sei als bei den Nazi-Demos in Dortmund. (Archivfoto)

Foto: dpa

Dortmund.  "Kartoffelotto" bezeichnete die Dortmunder Polizei auf Twitter als "lachhaften Haufen" - mit Folgen. Auch Jan Böhmermann mischte sich ein.

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Alles begann mit dem Fußballspiel des BVB gegen den 1. FC Nürnberg am 26. September. Dort war die Dortmunder Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Im Gegensatz zu den Nazi-Demos in Dorstfeld und Marten ein paar Tage zuvor. Dafür erntete die Dortmunder Polizei starke Kritik.

Diesen Unterschied in der Polizeipräsenz kommentierte der Twitterer "Kartoffelotto", der nach eigenen Angaben aus dem Hochsauerland stammt, mit einem Tweet, in dem er die Polizei einen "lachhaften Haufen" nannte.

Die Bezeichnung "lachhafter Haufen" stieß der Polizei Dortmund sauer auf. Sie kündigte Konsequenzen an.

Es entwickelte sich eine Diskussion, ob die Bezeichnung "lachhafter Haufen“ von der freien Meinungsäußerung gedeckt sei oder eine Beleidigung sei. In diese Diskussion mischte sich auch Moderator Jan Böhmermann ein.

Am nächsten Morgen unternahm die Polizei einen Versuch der Annäherung und lud "Karoffelotto" auf einen Kaffee und ein klärendes Gespräch ein.

Dieses Gespräch kam jedoch wohl nicht zustande, denn am Montag fand "Kartoffelotto" nach eigenen Angaben eine Vorladung der Polizei wegen Verdachts der Beleidigung im Briefkasten.

Nach Angaben der Ruhrnachrichten äußere sich der BVB-Fan nun wegen des schwebenden Verfahrens nicht weiter zu der Sache. Wie die Sache nun ausgeht, ist ungewiss. Aber Jan Böhmermann bleibt dran. (sh)

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