Verkehr

Knöllchen-Trupp geht gegen Falschparker rund ums BVB-Stadion vor

Dortmund.  Die Beschwerden von Anwohnern über Falschparker rund um den Dortmunder Signal-Iduna-Park, die Westfalenhallen und den Westfalenpark haben gewirkt. Das Dortmunder Ordnungsamt reagiert im nächsten Jahr mit einem Pilotprojekt. Das wird nicht auf ungeteilte Freude stoßen.

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Schwerpunktaktionen an den Wochenenden mit BVB-Heimspielen hat das Ordnungsamt schon häufiger gemacht. Jetzt geht die Stadt das Problem mit den Falschparkern rund um das Veranstaltungszentrum Signal-Iduna-Park, Westfalenhallen und Westfalenpark strategisch an. Ein sechsköpfiger Knöllchen-Trupp soll eigens eingestellt werden, um an den Tagen mit viel Publikumsverkehr das Parkgeschehen zu überwachen und bei Verstößen einzugreifen.

Das kündigte am Dienstag die Leiterin des Ordnungsamtes, Beate Siekmann, beim Ausblick auf das Jahr 2018 im Ausschuss für Bürgerdienste an. Der Redaktion war das am Mittwoch eine Nachfrage wert.

Laut Stadtsprecher Michael Meinders soll die Sondereinheit der neuen Verkehrsüberwacher extern und für die Pilotphase befristet eingestellt werden. Die Arbeitszeit der Knöllchenschreiber wird auf 30 Stunden im Monat begrenzt, aber sie werden gleichzeitig an den zentralen Veranstaltungen auf der Straße sein. Unterm Strich handelt es sich vollzeitverrechnet um gut eine Planstelle.

„Das Ordnungsamt erarbeitet dazu derzeit eine Entscheidungsvorlage für die Verwaltungsspitze und die zu beteiligenden Gremien“, sagte Stadtsprecher Meinders. Sobald die Stellen besetzt seien, folge die einjährige Pilotphase, deren Ergebnis im Anschluss auf den Prüfstand kommt. Je nachdem, wie erfolgreich das Pilotprojekt läuft, will das Ordnungsamt bei der Politik anklopfen mit dem Ziel, den sechsköpfigen Trupp dauerhaft einzustellen.

Für die Sicherheit im Dortmunder Straßenverkehr

Beim Knöllchenschreiben sei nicht das Ziel, dem Haushalt weitere Einnahmen zu bescheren, betonte Meinders, sondern „die Sicherstellung und Leichtigkeit des Straßenverkehrs“. Auslöser für die Maßnahme sei die erhöhte Zahl der Beschwerden von Anwohnern rund um das Veranstaltungszentrum gewesen.

Im laufenden und im nächsten Jahr plant das Ordnungsamt laut Haushaltsplanentwurf für 2018 mit 50.000 gebührenpflichtigen Verwarnungen und 4000 Abschleppmaßnahmen.

Geschwindigkeitskontrollen

Während die Stadt bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs – verrechnet mit den Personal- und Sachkosten – draufzahlt, kalkuliert sie bei den Geschwindigkeitskontrollen mit einem Ertrag von 20 Prozent, der in der Haushaltskasse hängen bleibt.

Die Ersatzbeschaffung für einen „altersschwachen Radarwagen“, so Siekmann im Bürgerdienste-Ausschuss, muss um ein Jahr vorgezogen werden. Allerdings dauere es nach der Bestellung 40 Wochen, bis der Radarwagen bei der Stadt eintrifft. Grund seien die notwendigen, besonderen „klaren Klarglasscheiben“, erläuterte die Ordnungsamtsleiterin: „Die sind schwierig zu beschaffen.“

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