Neue Zahlen

Immer weniger Syphilis-Fälle in Dortmund

Treponema pallidum heißt der Erreger der Syphilis. In Dortmund ist diese Krankheit auf dem Rückzug.

Treponema pallidum heißt der Erreger der Syphilis. In Dortmund ist diese Krankheit auf dem Rückzug.

Foto: Foto dpa

Dortmund.  In Dortmund infizieren sich immer weniger Frauen mit Syphilis. Das zeigen neueste Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Im ersten Halbjahr 2013 gab es nur noch drei Fälle. Der Rückgang könnte mit der Schließung des Straßenstrichs zusammenhängen.

2011 hatten die Infektionszahlen einen so hohen Stand erreicht, dass das RKI angesichts von 23 Krankheitsfällen besorgt von einem Syphilis-Ausbruch in Dortmund sprach. Der Rückgang

Das Besondere in Dortmund und Umgebung: Hier infizierten sich viele Frauen mit der Geschlechtskrankheit - sonst ist die Krankheit eher unter Männern verbreitet. Sowohl der Ausbruch 2011 als auch der Rückgang auf inzwischen drei Fälle im ersten Halbjahr dürften mit dem Straßenstrich und dessen zwischenzeitlicher Abschaffung zusammenhängen.

Wöchentlich: Gynäkologische Sprechstunde

"Da alle Daten anonym erhoben werden, haben wir über einen Zusammenhang zwischen Strich und Erkrankungen keine gesicherten Erkenntnisse", so Dr. Uta Ulbrich vom städtischen Gesundheitsamt. Allerdings deuten die Zahlen auch für sie darauf hin, dass es einen Zusammenhang gibt.

Ulbrich glaubt aber auch, dass die Gynäkologische Sprechstunde des Gesundheitsamts zum Rückgang beigetragen hat. Einmal wöchentlich können sich dort Frauen kostenlos untersuchen lassen. "Das hilft besonders Frauen, die keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben", so Dr. Ulbrich.


Die Sprechstunde findet jeden 1. bis 4. Mittwoch von 14 bis 16 Uhr im Gesundheitsamt an der Hövelstraße 8 statt. Anmeldung bis 15 Uhr.

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