Brandschutzmängel

Hannibal in Dortmund: Weiter Warten auf Baugenehmigung

Der geräumte Hochhauskomplex Hannibal in Dortmund. Eigentlich sollten dort 2020 wieder Mieter einziehen, tatsächlich hat die Stadt bislang noch keine Baugenehmigung erteilt.

Der geräumte Hochhauskomplex Hannibal in Dortmund. Eigentlich sollten dort 2020 wieder Mieter einziehen, tatsächlich hat die Stadt bislang noch keine Baugenehmigung erteilt.

Foto: Arnulf Stoffel / dpa

Dortmund.  Hals über Kopf mussten 2017 Hunderte Menschen aus ihren Wohnungen im Dortmunder Hannibal: Noch immer lässt sich die Sanierung auf sich warten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mehr als zwei Jahre nach der Räumung des Hochhauskomplexes Hannibal ringen Stadt und Eigentümer weiter um eine baldige Sanierung des leerstehenden Wohnriesen. Ursprünglich war der Eigentümer davon ausgegangen, dass im Jahr 2020 wieder Mieter einziehen können.

Tatsächlich hat die Stadt bislang noch keine Baugenehmigung erteilt. „Der vorliegende Entwurf weist leider Mängel im Bereich Brandschutz auf, die der Antragsteller unbedingt nachbessern muss“, teilte eine Sprecherin der Stadt Dortmund der Deutschen Presse-Agentur mit.

Größter Teil der Hannibal-Bewohner hat neue Wohnungen gefunden

Der überwiegende Teil der Bewohner habe aber inzwischen neue Wohnungen gefunden. 16 Haushalte, insgesamt 50 Menschen, leben aber immer noch in Wohnungen, die ihnen die Stadt nach der kurzfristigen Räumung zur Verfügung gestellt hat.

Die Objektgesellschaft, der der Hochhauskomplex gehört und deren Wohnungen vom Gebäudeverwalter Allsites Property Management betreut werden, teilte auf Anfrage mit, man sei bemüht, „den Hannibal II zeitnah zu reaktivieren und dem Dortmunder Wohnungsmarkt zuzuführen“. Das Haus wieder in Betrieb zu nehmen, würde zu einer spürbaren Entlastung des angespannten Dortmunder Wohnungsmarktes beitragen, so der Sprecher von Allsites.

Gericht hat noch nicht über Räumungsanordnung entschieden

Das Hochhaus war im September 2017 kurzfristig geräumt worden. Die Stadt hatte dies mit gravierenden Mängeln beim Brandschutz begründet. Für die Bewohner bestehe „akute Gefahr für Leib und Leben“. Erst wenn der Eigentümer die Mängel behoben habe, könne das Haus wieder bezogen werden.

Gegen die Räumungsanordnung und die ihm in Rechnung gestellten 780.000 Euro ist die Objektgesellschaft gerichtlich vorgegangen. Das zuständige Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen hat jedoch noch keine Entscheidung gefällt. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben