Rettungseinsatz

Autofahrerin stirbt nach Geisterfahrer-Unfall in Dortmund

Die Unfallstelle mit den drei völlig zerstörten Fahrzeugen

Die Unfallstelle mit den drei völlig zerstörten Fahrzeugen

Foto: feuerwehr dortmund

Dortmund.  Bei einem schweren Geisterfahrer-Unfall in Dortmund ist eine Bochumerin gestorben. Ein ungeduldiger Autofahrer wendete in der Rettungsgasse.

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Bei einem Geisterfahrer-Unfall in Dortmund ist eine Frau gestorben, zwei weitere Menschen sind verletzt worden. Nach Erkenntnissen der Polizei war eine 69-jährige Bochumerin am Donnerstag gegen 16.15 Uhr in einem blauen Opel Corsa am Donnerstag auf der Autobahn-ähnlich ausgebauten Brackeler Straße im Gegenverkehr in Richtung Borsigplatz gefahren.

Nahe dem Kreuz mit der B236 kollidierte sie mit einem entgegenkommenden Ford, in dem eine 56-jährige Frau aus Kamen saß. Die 55-jährige Fahrerin eines Audi konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit beiden Unfallfahrzeugen.

Rettungshubschrauber brachte Frau ins Krankenhaus

Ein Rettungshubschrauber flog die 69-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie am Abend starb, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die anderen Verletzten wurden mit Rettungswagen im umliegende Krankenhäuser gebracht. Bei ihnen besteht laut der Polizei keine Lebensgefahr.

Alle drei Fahrzeuge wurden bei der Kollision schwer beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von circa 50.000 Euro. Die Brackeler Straße war in Höhe der Unfallstelle in Richtung Brackel für mehrere Stunden gesperrt.

Die Feuerwehr lobte im Nachgang die „vorbildlich gebildete Rettungsgasse“ – doch es gab auch Grund zum Kopfschütteln: Ein ungeduldiger Autofahrer habe es offensichtlich nicht abwarten können, bis die Straßensperrung wieder aufgehoben wurde. Er wendete „und fuhr durch die Rettungsgasse zurück“. Ein Feuerwehrmann, der privat unterwegs war und in dem Stau stand, beobachtete die Szene und fotografierte den Mann in seinem weißen Audi, der wegfuhr, ohne dass seine Personalien aufgenommen werden konnten.

Polizei ermittelt – dem Mann droht ein Fahrverbot

Die Polizei ermittelt aber gegen ihn. „Das Wenden und Fahren entgegen der Fahrtrichtung kann mit einem Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot bestraft werden“, teilt sie mit. Könne noch eine Gefährdung nachgewiesen werden, erhöhe sich das Bußgeld auf 240 Euro.

Die Feuerwehr kommentierte das Verhalten des Mannes: „Das ist grundverkehrt“, sagte ein Sprecher. „Man muss immer damit rechnen, dass weitere Rettungsfahrzeuge kommen und Hilfe nicht mehr möglich ist, weil man die Gasse blockiert.“ Dadurch gefährde man sich und andere Verkehrsteilnehmer. (red/mit dpa)

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