Polizei

Ehemann erstochen - Polizei nimmt Frau in Dortmund fest

Symbolbild. In Dortmund ist ein 50-jähriger Mann offenbar bei einem Ehestreit erstochen worden.

Symbolbild. In Dortmund ist ein 50-jähriger Mann offenbar bei einem Ehestreit erstochen worden.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Dortmund.  Ein 50-jähriger Deutsch-Russe ist offenbar bei einem Streit mit seiner Ehefrau in Dortmund erstochen worden. Beide waren erheblich alkoholisiert.

Offenbar bei einem Streit unter Eheleuten ist am Dienstag in Dortmund ein 50-jähriger Mann zu Tode gekommen. Er erlitt eine Stichverletzung im Bauchbereich, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund am Mittwoch mit. Tatverdächtig sei die Ehefrau des Mannes. Sie wurde vorläufig festgenommen, hieß es.

Am Dienstagnachmittag gegen 16.50 Uhr war die Polizei zu einem Mehrfamilienhaus in Dortmund-Wickede gerufen worden. Ersten Erkenntnissen nach „kam es nach dem erheblichen Konsum von Alkohol zu einem Streit unter Eheleuten“, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft.

Polizei schon mehrfach wegen häuslicher Gewalt bei dem Ehepaar

Mindestens zweimal die Polizei in der Vergangenheit bereits wegen häuslicher Gewalt zu dem Ehepaar gerufen worden, „zuletzt im Februar diesen Jahres“, berichtete Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel auf Nachfrage: Stets sei der Mann dabei gegenüber seiner Ehefrau gewalttätig geworden.

Laut Aussage der Ehefrau, einer 42-jährigen Kasachin, habe ihr Ehemann sie am Dienstag erneut schlagen und sich auf sie stürzen wollen. Dabei habe sie ein Messer gegriffen. Ihr Mann starb am Abend in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft.

Ermittler gehen bisher von Notwehr aus

„Für uns sieht es im Moment nach einen Fall von Notwehr aus“, sagte der Staatsanwalt. Die Aussage der Frau sei allerdings noch zu überprüfen. Wie die Polizei in den Mittagsstunden mitteilte, ist die 42-Jährige noch am Mittwoch wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden. Das Opfer ist bereits obduziert worden.

Wegen häuslicher Gewalt sei ihr Ehemann einmal für zwei Wochen der gemeinsamen Wohnung verwiesen worden, sagte Schulte-Göbel. Die Frau habe zudem wegen gewalttätiger Attacken ihres Mannes „schon mal im Keller geschlafen und auch woanders“, sagte der Staatsanwalt. (dae)

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