Verbrechen

Ehefrau getötet und im Reisekoffer verstaut: Anklage erhoben

Das Dortmunder Landgericht entscheidet nun über den weiteren Fortgang des Verfahrens.

Das Dortmunder Landgericht entscheidet nun über den weiteren Fortgang des Verfahrens.

Foto: Ina Fassbender / dpa (Archiv)

Dortmund.  Anklage nach einem gruseligen Verbrechen: Ein 24-Jähriger soll seine Frau (21) stranguliert, erstochen und in einem Reisekoffer verstaut haben.

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Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat einen 24-jährigen afghanischen Staatsbürger angeklagt, der seine drei Jahre jüngere Frau getötet haben soll. Die Ankläger sind davon überzeugt, dass der Mann sein Opfer in einer Wohnung in Dortmund stranguliert hat und dann dutzende Male auf die Wehrlose eingestochen hat. Die Frau soll der Mann anschließend in einen Reisekoffer gepackt und auf einem Garagenhof nahe der S-Bahn-Haltestelle „Dortmund-Lütgendortmund“ abgestellt haben. Angeklagt ist der 24-Jährige nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags.

Die Tat soll sich am Sonntagmorgen, 28. Juli, in der Wohnung einer Freundin der Ehefrau abgespielt haben, wo das spätere Opfer auf deren Kinder aufpasste. Die bekamen davon aber offenbar nichts mit. Die Freundin alarmierte später die Polizei wegen der Blutspuren in der Wohnung und weil ein Koffer fehlte.

Nach der Festnahme in Zwickau per Hubschrauber nach Dortmund

Der 24-Jährige soll sich nach der Tat nach Zwickau abgesetzt haben, wo er seinen Lebensmittelpunkt hatte. Er wurde einen Tag später festgenommen und am Dienstag per Hubschrauber nach Dortmund geflogen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Der Mann habe die Tat laut Staatsanwaltschaft zunächst eingeräumt und die Polizei dann auch zu dem Koffer geführt. Viel mehr sagte er nicht. Schon in der Vorführung vor dem Haftrichter machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch. Offen ist bislang unter anderem die Frage nach dem Motiv. Der 24-Jährige lebte nach Angaben der Staatsanwaltschaft seit dem Jahr 2015 in Deutschland. Zwar sei ein Asylantrag abgelehnt worden, ihm sei allerdings der Aufenthalt zunächst bis ins kommende Jahr hinein gestattet worden.

Gemeinsame Tochter lebt wohl in Griechenland

Bislang hat sich der Mann in Deutschland polizeilich nichts zu Schulden kommen lassen. Er soll mit seiner Frau eine gemeinsame Tochter haben. Die lebt derzeit offenbar in Griechenland.

Über die Anklage-Erhebung gegen den 24-Jährigen hatten zunächst die „Ruhrnachrichten“ berichtet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte dies auf Anfrage dieser Redaktion. Die Anklage ist nun auf dem Weg zum Dortmunder Landgericht. Das muss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

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