Tiefe Trauer

Dortmunder Zoo: Seelöwen-Baby stirbt an aggressivem Keim

| Lesedauer: 2 Minuten
Luna (r.), hier mit ihrer Mutter Nixe Anfang Juli, ist im Alter von zwei Monaten plötzlich verstorben.

Luna (r.), hier mit ihrer Mutter Nixe Anfang Juli, ist im Alter von zwei Monaten plötzlich verstorben.

Foto: Stella Gehrmann, Zoo Dortmund

Der Dortmunder Zoo trauert: Luna ist gestorben. Eine bakterielle Infektion soll am 12. August für den Tod des Seelöwen-Babys gesorgt haben.

Der Dortmunder Zoo trauert: Das Seelöwen-Jungtier Luna ist gestorben. Sie war am 19. Juni zur Welt gekommen. Eine Tierärztin konnte am vorletzten Donnerstag (12. August) nur noch den Tod feststellen. "Leider kann der Zoo noch keine Angaben zu den Umständen machen, die zu Lunas überraschendem Tod führten", teilte der Zoo mit.

Dortmunder Zoo: Todesursache vermutlich ein aggressiver Keim

Wie der Zoo schreibt, machte Luna am frühen Morgen des 12. August einen etwas müden Eindruck. "Das war noch nicht besorgniserregend, da die junge Robbe morgens häufiger ein wenig verschlafen wirkte", heißt es in der Pressemitteilung. Generell war sie nach Angaben altersgerecht entwickelt.

"Im Laufe des Morgens verschlechterte Lunas Zustand sich dann rapide innerhalb weniger Minuten, und die junge Seelöwin wirkte zunehmend teilnahmslos. Zootierärztin Dr. Christine Osmann, die augenblicklich zu Luna geeilt war, konnte nur noch den Tod des Tieres feststellen", teilte der Zoo mit.

> Lesen Sie hier: Zoo Dortmund: Orang-Utan Toba mit 27 Jahren gestorben

Elf Tage nach dem Tod von Luna gibt es nun neue Erkenntnisse: Die Ursache für den überraschenden Tod des Dortmunder Seelöwen-Jungen „Luna“ war vermutlich ein aggressiver Keim. Eine Untersuchung im zuständigen Veterinäruntersuchungsamt habe Hinweise auf ein Infektionsgeschehen ergeben, berichtete die Stadt Dortmund am Montag. „Vermutlich bedingte eine bakterielle Allgemeininfektion, verursacht durch einen aggressiven Keim, den Tod der jungen Robbe“, erklärte eine Stadtsprecherin.

Wildtiere verbergen Krankheitsanzeichen im Gegensatz zu Haustieren in der Regel so lange wie möglich, berichtete die Sprecherin weiter. Der Grund: Sie wollten nicht als geschwächte potenzielle Beute für Feinde erkennbar sein. Luna habe sich daher noch bis zu den ersten sichtbaren Anzeichen unauffällig verhalten. „Sie schwamm mit den anderen Robben im Becken und trank bei ihrer Mutter Nixe, so dass jede tierärztliche Hilfe zu spät kam.“

Dortmunder Zoo: "Das gesamte Team trauert"

"Das gesamte Zoo-Team, und vor allem die zuständigen Tierpfleger und Tierpflegerinnen, sind sehr traurig und tief betroffen über Lunas plötzlichen Tod", erklärt der Dortmunder Zoo. Im März musste Nashorn-Kind Willi eingeschläfert werden. Wie der Dortmunder Zoo später mitteilte, litt er an einem Darmverschluss.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Dortmund

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben