Fernsehturm

Dortmunder Fernsehturm wird für 1,5 Mio. Euro saniert

Am Dortmunder Fernsehturm Florian laufen Betonsanierungsarbeiten. Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM

Am Dortmunder Fernsehturm Florian laufen Betonsanierungsarbeiten. Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM

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Dortmund.Ein harter Westwind nagt seit 52 Jahren an der Fassade des Florianturms. Saurer Regen nutzt die Betonschicht ab, sodass der Kieskorn immer deutlicher darunter hervorkommt. Daher läuft nun die Sanierung des Fernsehturms im Westfalenpark Dortmund.

Im April letzten Jahres beschloss der Rat der Stadt Dortmund die Sanierung des Schaftes am Florian-Turm und der Aussichtsplattform und beauftragte damit die Städtische Immobilienwirtschaft. Seit Juni laufen die Arbeiten. 1,5 Millionen Euro wird die Maßnahme kosten, bis November soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Geplant ist, den Bodenbelag und das Geländer der Aussichtsplattform auszutauschen und die Betonflächen und Fensteranlagen zu streichen. Zudem sollen die Fassade des Schaftes, einschließlich der Restaurantunterseite gereinigt und anschließend Betonteile entfernt werden, die sich im Laufe der Jahre, bedingt durch Witterungseinflüsse gelöst haben und nun herunterzustürzen drohen.

Für diese Außenarbeiten werden zur Zeit Schienen an den Turm montiert. Daran fährt dann eine Gondel die Fassade entlang, hinauf bis in 130 Meter Höhe.

Von da aus füllen Handwerker die fehlenden Betonstellen wieder aus, schließen feine Haarrisse und verspachteln den gesamten Schaft neu. „Ein mulmiges Gefühl habe ich, aber keine Angst, das darf man nicht, sonst wird man verrückt hier oben“, sagt Industrieanstreicher Gerome Lubjuhn und schaut in die Tiefe hinunter.

Arbeiten in dieser Höhe stehen nun mal nicht auf der Tagesordnung. Manchmal komme es vor, dass sich junge Kollegen in solchen Situationen überschätzen und im Angesicht der Höhe dann doch einen Rückzieher machen, selbst dann, wenn sie normalerweise schwindelfrei sind, erzählt Lubjuhn. „Passieren kann nichts, man muss eben etwas langsamer, aber dafür sehr sorgfältig arbeiten“, erklärt der Handwerker.

Vier Tage werden die Männer brauchen, um zum Abschluss der Arbeiten die Fassade des Schaftes mit einem wasserdichten Speziallack anzustreichen. „Das wird den Florianturm für die nächsten Jahrzehnte vor Regen und Westwind schützen“, sagt Parkleiterin Annette Kulozik.

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