Feuerwehr

Lagerhallen-Großbrand in Dortmund war wohl Brandstiftung

Symbolbild. Die Brandmeldeanlage der Lagerhalle schlug um 3 Uhr früh am Sonntagmorgen Alarm. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Halle in Flammen.

Symbolbild. Die Brandmeldeanlage der Lagerhalle schlug um 3 Uhr früh am Sonntagmorgen Alarm. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Halle in Flammen.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Dortmund.  Eine brennende Lagerhalle hat die Feuerwehr Dortmund am Sonntag über 20 Stunden lang beschäftigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Der Brand einer Lagerhalle in Dortmund-Dorstfeld in der Nacht zu Sonntag war wohl Brandstiftung. Das teilte am Montag die Polizei mit: Nach den ersten Ermittlungen deuteten die Dinge drauf hin, berichtete die Polizei. Die Polizei deshalb nun auch nach Zeugen.

Über 20 Stunden war die Feuerwehr am Sonntag mit dem Brand beschäftigt. Um 3 Uhr früh war die Feuerwehr zur Straße Iggelhorst gerufen worden. Der Brandgeruch war auch Stunden später noch in mehreren Stadtteilen zu riechen.

Zahlreiche Notrufe auch noch Stunden nach dem Brand

„Die Menschen werden wach, öffnen die Fenster zum Lüften, riechen Brandgeruch und rufen die Feuerwehr an“, sagte Stefan Kümmel aus der Leitstelle der Dortmunder Feuerwehr am Sonntagmorgen. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Gewerbehalle lichterloh in Flammen, sagte Kümmel auf Anfrage.

Erst am späten Abend war der Einsatz beendet: „Um 23 Uhr hat es die letzte Brandschau gegeben“, sagte am Montagmorgen ein anderer Sprecher der Feuerwehr: „Es wurden keine Glutnester mehr entdeckt“. Von der Halle stehen nur noch die Seitenmauern. Der Rest wurde durch die Flammen zerstört. Verletzte gab es bei dem Einsatz keine.

Feuerwehr: Keine Gefahr durch Brandrauch

Auch über die Warnapp „Nina“ informierte die Feuerwehr in der Nacht über den Brand. Wegen der Inversionswetterlage konnte der Rauch nicht vollständig abziehen und verteilt sich am Boden, erklärte Kümmel. „Anwohner sollten Türen und Fenster geschlossen halten“, hieß es in der Leitstelle. Messungen der Luftbelastung hätten aber keine weitere Gefahr ergeben, berichtete Stefan Kümmel.

Mit 100 Einsatzkräften war die Feuerwehr vor Ort. Unter anderem kamen drei Drehleitern zum Einsatz, teilte Kümmel mit. „Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle“, sagte Kümmel am Sonntagmorgen, nach zu diesem Zeitpunkt fünfstündigem Kampf gegen die Flammen. Insgesamt 20 Anwohner aus der Nachbarschaft mussten wegen des Brandes aus Häusern geholt werden.

Brandmeldeanlage löste den Alarm aus

Feuerwehrleute und Rettungsdienstkräfte aus mehreren Dortmunder Wachen der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Die Einsatzbereitschaft in den beteiligten Wachen wurde während des Großeinsatzes von Freiwilligen Feuerwehren übernommen.

Laut Feuerwehr werden in dem Betrieb Computer-Teile gelagert. Die Halle sei etwa 100 mal 50 Meter groß. Der Alarm sei durch die Brandmeldeanlage in dem Gewerbebetrieb ausgelöst worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Brandgeruch sei vor allem in der nördlichen Innenstadt zu riechen gewesen, wie etwa in Huckarde oder Ewing, sagte die Feuerwehr.

Polizei sucht nach Zeugen

„Die Schadenshöhe kann aktuell noch nicht genau beziffert werden und wird vermutlich im siebenstelligen Bereich liegen. Es wird vermutet, das Feuer könnte mit einer Serie von Brandstiftungen in Dortmund zusammenhängen. Die Polizei setzte nach dem Brand auch einen Hubschrauber zur Suche nach möglichen Tätern ein.

Die Polizei hat deshalb am Montag einen Zeugenaufruf gestartet: „Wer kann Hinweise auf den Verursacher machen? Wer hat im Tatzeitraum verdächtige Personen im Bereich des Brandorts gesehen?“ Sachdienliche Hinweise werden erbeten an die Kriminalwache der Polizei Dortmund unter der Telefonnummer 0231/132-7441.

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