Langwieriges Großprojekt

Dortmunder Stadion: Keine Autos mehr auf der Strobelallee

| Lesedauer: 2 Minuten
Alles neu am Dortmunder Stadion: Die Strobelallee wird umgebaut – und ist dann autofrei. Zudem entstehen zwei neue Westfalenhallen auf dem Gelände der alten Reithalle (unten mittig gerade nicht mehr im Bild).

Alles neu am Dortmunder Stadion: Die Strobelallee wird umgebaut – und ist dann autofrei. Zudem entstehen zwei neue Westfalenhallen auf dem Gelände der alten Reithalle (unten mittig gerade nicht mehr im Bild).

Foto: Hans Blossey

Dortmund.  Neue Westfalenhallen und ein komplett neuer Stadionbereich: Die Strobelallee wird zur "Erlebnismeile". Was das für den Verkehr bedeutet.

Alles neu an der Dortmunder Strobelallee: Der Bereich zwischen Signal-Iduna-Park und Westfalenhallen wird komplett umgebaut. Bis 2024 soll eine "Sport- und Erlebnismeile" entstehen – und zwei neue Westfalenhallen kommen auch dazu.

Der Startschuss für den Umbau der engen Straße fiel im Mai. Geplant sind fünf Bauabschnitte – über die komplette Länge von Wittekindstraße bis Ardeystraße, unter anderem mit zwei Kreisverkehren. Die wohl einschneidendste Veränderung: Der Durchgangsverkehr wird gekappt! Zwischen Stadion und Körnig-Halle wird die Strobelallee autofrei.

Messe Dortmund baut zwei neue Westfalenhallen 9/10:

Nach dem Wegzug des Dortmunder Reitervereins nach Löttringhausen ist der Weg frei für den Bau der Hallen 9 und 10. Die Landesreitstaffel der Polizei war schon letztes Jahr nach Bochum-Höntrop gezogen. Eigentlich sollte schon Mitte 2021 Baustart sein – aber dann kam Corona. Außerdem bekam der Reitverein etwas mehr Zeit für die schwierige Suche nach einem neuen Standort.

Wann die Bagger anrücken ist laut Messe-Sprecher Robin Uhlenbruch noch unklar: „Die Vorbereitungen für die zwei geplanten neuen Messehallen und das neue Kongresszentrum sind angelaufen." Bis zur EM 2024 soll die erste Phase fertig sein. Die Hallen und das darunterliegende Kongresszentrum sollen zudem einen Eingang Süd bekommen – so würde erstmals die Messe mit dem Stadionbereich verbunden.

Auf lange Sicht ist geplant, die kleineren Hallen abzureißen und komplett neu zu arrangieren. Schließlich ist der Messebereicht stückweise gewachsen und entsprechend "unsortiert". Auch ein neues Hotel ist angedacht.

"Erlebnismeile Strobelallee" in vier Bausabschnitten:

erster Bauabschnitt (seit Mai 2022): Der Rabenloh (Wittekindstraße bis BVB-Fanwelt) bekommt einen breiteren Gehweg. Die Straße mündet noch vor dem Stadion in einem Kreisverkehr um den Verkehr Richtung Tiefgaragen, Parkplatz, Bolmke, Kleingärten und Co. zu vereinfachen. Kosten: 8 Mio. Euro.

zweiter Bauabschnitt: Der Stadion-Vorplatz und die Strobelallee davor (dann autofrei) werden umgestaltet. Der triste, wenig einladende und behelfsmäßig wirkende Eingangsbereich an der Nordseite des Stadion ist bisher kein Wohlfühl-Ort. Er wirkt eher wie der "Lieferanten-Eingang des Stadions". Das soll sich ändern.

dritter Bauabschnitt: Daran anschließend werden der Platz und die Strobelallee (dann autofrei) vor der Roten Erde umgestaltet.

vierter Bauabschnitt: Vor der Körnig-Halle entsteht ein Kreisverkehr. Autos können von der Ardeystraße nur noch bis hierher fahren. Auch die Gehwege werden umgebaut.

fünfter Bauabschnitt: Als letztes wird wieder am Stadion gebaut – vor der Fan-Welt bekommt ein Update.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Dortmund

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben