Raserszene

Dortmund: Großeinsatz gegen Raserszene, 700 Autos gezählt

Mit einem Großaufgebot war die Polizei Dortmund in der Nacht zu Sonntag gegen die Raserszene im Einsatz (Symbolbild).

Mit einem Großaufgebot war die Polizei Dortmund in der Nacht zu Sonntag gegen die Raserszene im Einsatz (Symbolbild).

Foto: Stefan Arend / FUNKE Foto Services

Dortmund.  Am zweiten Wochenende in Folge war Dortmund Hotspot der Raserszene: In der Spitze zählte die Polizei 700 Autos. Großeinsatz bis in die Nacht.

Am zweiten Wochenende in Folge haben Tuner und Raser in der Nacht zu Sonntag Anwohner der Dortmunder Innenstadt um den Schlaf gebracht. Nach Schätzungen der Polizei waren in der Spitze rund 700 "szenetypische" Fahrzeuge auf dem Wall und dem Innenstadtring unterwegs.

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Mit einem Großaufgebot ging die Polizei bis tief in die Nacht gegen die Szene vor, rund 100 Beamten sollen nach Angaben des WDR im Einsatz gewesen sein. Wie ein Sprecher der Polizei Dortmund mitteilte, dauerte der Einsatz bis 4.45 Uhr am Sonntagmorgen. Der dreispurige Innenstadtring musste zeitweise gesperrt werden.

Polizei stellt fünf Fahrzeuge sicher

Dabei seien eine dreistellige Anzahl von Fahrzeugen kontrolliert sowie ein Führerschein sichergestellt geworden. Darüber hinaus schrieb die Polizei drei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

Fünf Fahrzeuge wurden sicher gestellt, mehr als 160 Personen erhielten Platzverweise, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Viele Autos leitete die Polizei mit verstärkten Kräften aus der Stadt heraus, um Raserei zu verhindern. Auch die Bereitschaftspolizei war im Einsatz.

Erste Kontrollen und Straßensperren bereits in der Nacht zuvor

Schon in der Nacht zu Samstag hatten die Beamten Kontrollen und Straßensperren in der Innenstadt massiv ausgeweitet. Dabei wurden rund 500 Fahrer angehalten. Zuvor hatte es zwei Verkehrsunfälle mit Beteiligten der Szene gegeben, allerdings ohne Verletzte. Ein Fahrer wurde festgenommen, nachdem er durch mehrfaches lautes Anfahren mit quietschenden Reifen provoziert und gegen die polizeilichen Maßnahmen Widerstand geleistet hatte. Er kam in Gewahrsam.

Dortmund entwickelt sich damit mehr und mehr zum Treffpunkt der Szene: Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Polizei rund 400 aufgemotzte Fahrzeuge gezählt. Zahlreiche Anwohner hatten sich zuvor beschwert. Besonders der dreispurige Wallring sei ein Schwerpunkt der Szene, hieß es. Im Lockdown sei es dort wiederholt zu derartigen Treffen gekommen. Etliche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung wurden verzeichnet. (JeS/dpa)

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