Zusammenprall

Dortmund: Autofahrer stirbt nach Nebel-Unfall mit Taxi in Neujahrsnacht

Sicht nahezu gleich null. Dieses Foto machte die Dortmunder Polizei in der Neujahrsnacht auf der A 2.  

Sicht nahezu gleich null. Dieses Foto machte die Dortmunder Polizei in der Neujahrsnacht auf der A 2.  

Foto: Polizei Dortmund

Dortmund.  Nach zahlreichen Unfällen bei dichtem Nebel in der Neujahrsnacht ist ein Autofahrer in Dortmund gestorben. Ein Taxi war in seinen Opel gefahren.

Fünf Tage nach einem schweren Unfall in der Neujahrsnacht ist ein 27-Jähriger im Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen erlegen. Der aus Bad Sassendorf stammende Mann starb am Montag, wie die Polizei Dortmund am Dienstag mitteilte.

Der Unfall ereignete sich am 1. Januar um 5.41 Uhr auf der autobahnähnlich ausgebauten Brackeler Straße. Zu diesem Zeitpunkt herrschte dichtester Nebel mit äußerst geringen Sichtweiten. Der 27-Jährige hatte wohl deshalb in Höhe des Kreuzes mit der B 236 seinen Opel auf der Fahrbahn in Richtung Osten angehalten. Von hinten rauschte ein mit fünf Personen besetztes Taxi heran. Dessen 35-jähriger Fahrer aus Dortmund krachte laut Polizei „offenbar mit hoher Geschwindigkeit“ in den Opel des Bad Sassendorfers.

Die vier Fahrgäste in dem Taxi und ein Beifahrer im Wagen des 27-Jährigen wurden leicht verletzt. Der Taxifahrer blieb unverletzt. Gegen ihn ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Zahlreiche Karambolagen in der Neujahrsnacht

Wie schnell der Taxifahrer genau war, werde nun auch mit Hilfe eines Gutachters ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Klar aber sei, dass seine Fahrweise bei dem Nebel nicht angemessen gewesen sei. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

In der Neujahrsnacht hatte sich eine Nebelwand nach Mitternacht auf das Ruhrgebiet gelegt. Deswegen kam es nicht nur im Dortmunder Stadtgebiet zu zahlreichen Unfällen, sondern auch auf den Autobahnen. Die A 2 bei Dortmund und auch die A 3 im Kreuz Kaiserberg waren nach Karambolagen mit mehreren Fahrzeugen teils stundenlang gesperrt. Rettungsfahrzeuge kamen kaum durch. Es gab etliche Verletzte, seit Montag nun auch einen Toten. (sk)

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