„Verhältnisse wie im Kreuzviertel“

Brackeler klagen über zu viele parkende Autos von Tedi-Mitarbeitern

Jürgen Knievel wünscht sich, dass die Firma Tedi eine Lösung für die Mitarbeiter-Autos findet. Momentan blockieren sie seiner Ansicht nach zu viele der Stellplätze, die eigentlich für die Anwohner da sind.

Jürgen Knievel wünscht sich, dass die Firma Tedi eine Lösung für die Mitarbeiter-Autos findet. Momentan blockieren sie seiner Ansicht nach zu viele der Stellplätze, die eigentlich für die Anwohner da sind.

Foto: Andreas Schröter

Brackel.  Jürgen und Bärbel Knievel ärgern sich über die Mitarbeiter der Firma Tedi, die die kleinen Straßen um den Welschenacker in Brackel zuparken. Eine Sprecherin der Firma gelobt Besserung.

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Im Juni vorigen Jahres habe es angefangen, sagt Rüdiger Knievel und meint das Parken der Tedi-Mitarbeiter auf den Parkflächen an Welschenacker, Balsterstraße, Hasenroth. Dass es keine Anwohner seien, sehe er an Kennzeichen mit MK oder RE. Auch viele Autos, die in Polen, Bulgarien oder Ungarn zugelassen seien, gehören dazu. „Das geht hier einfach nicht“, sagt Knievel, „wir wollen doch hier keine Verhältnisse wie im Kreuzviertel haben.“

Treffen mit Anwohnern im vorigen Sommer

Die Firma Tedi kennt das Problem, wie Sprecherin Marie Weidauer, Gruppenleiterin Public Relations, auf Anfrage dieser Zeitung erklärt. Und: „Wir bedauern, dass sich unsere Nachbarn dadurch gestört fühlen und nehmen die Situation sehr ernst.“ Man habe deshalb die Anwohner Mitte des Jahres zu einer Besprechung ins Unternehmen geladen. Das bestätigt auch Rüdiger Knievel, der bei diesem Gespräch anwesend war – allein: Verbessert habe sich die Situation noch nicht.

Marie Weidauer erklärt weiter, das Unternehmen habe am 1. Dezember Ausweise an alle festangestellten Mitarbeiter für das Parken auf dem Firmengelände ausgegeben. Für alle externen Arbeitskräfte habe das Unternehmen vor Kurzem einen weiteren, circa fünf Fahrminuten entfernt liegenden Parkplatz angemietet. Von dort verkehre regelmäßig zu den jeweiligen Schichtzeiten ein kostenloser Shuttleservice für die Mitarbeiter.

„Parkplatz wird nicht genutzt“

Auch diesen Parkplatz kennt Rüdiger Knievel. Seinen Beobachtungen zufolge werde er aber nicht angenommen. Bei einer Stichprobe neulich habe er kein einziges Fahrzeug auf diesem Parkplatz gesehen. Auch an die Bezirksvertretung Brackel habe er sich schon gewandt – fühlt sich von den Politikern aber im Stich gelassen. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka entgegnet darauf, die Bezirksvertretung habe wenig Möglichkeiten in dieser Sache, schließlich sei ja das Parken in den genannten Straßen nicht verboten. Denkbar sei natürlich die Einrichtung einer Art Anwohnerzone wie anderswo in der Stadt. Allerdings habe auch die Nachteile. Er stehe aber mit der Firma Tedi in Kontakt.

Die Tedi-Sprecherin sagt außerdem: „Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen geplant, um die Parksituation zu entzerren. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir derzeit noch keine Auskunft über konkrete Maßnahmen geben können.“

Parkende LKW am Hellweg nerven

Bärbel und Jürgen Knievel gehören auch zu denen, die sich über die vielen LKW ärgern, die am Hellweg parken. „Manchmal ist es dort so eng“, so Bärbel Knievel, „dass man dort sogar als Fußgänger nicht vorbeikommt und auf die viel befahrene Straße ausweichen muss.“ Bei diesem Thema warte man ja wohl auf den Umbau des Hellwegs mit einer zusätzlichen Fahrspur für die Stadtbahn. Aber es stehe doch völlig in den Sternen, wann das mal komme. Man könne doch nicht ewig warten (wir berichteten mehrfach über dieses bekannte Problem).

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