Evakuierung

Bombe in Dortmund: Anwohner verzögerten Entschärfung

Ein Blindgänger ist im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst gefunden worden. Die Grafik zeigt den Evakuierungsradius.

Ein Blindgänger ist im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst gefunden worden. Die Grafik zeigt den Evakuierungsradius.

Foto: Stadt Dortmund

Dortmund.  Beim Bombeneinsatz in Scharnhorst gab es Probleme mit Evakuierungsverweigerern. Das verzögerte die Entschärfung Entwarnung erst nach Mitternacht.

Eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstagnachmittag in Dortmund-Scharnhorst gefunden worden. Der Blindgänger musste sofort entschärft werden. Von der Evakuierung waren laut Stadt rund 1000 Menschen betroffen.

Die Bombe wurde „im Rahmen von Planungen zum Breitbandausbau“ an der Gleiwitzstraße 200 entdeckt. Anwohner können sich für die Zeit der Evakuierung in der Gesamtschule Scharnhorst aufhalten – „natürlich im Rahmen der aktuellen Corona-Bestimmungen“, heißt es von der Stadt Dortmund. 112 Bewohner nahmen dieses Angebot an. 21 Krankentransporte zählte die Feuerwehr. Für am Coronavirus erkrankte Personen gab es einen anderen Evakuierungsort - hier gab es einen Fall, der betreut werden musste.

Evakuierung der Anwohner lief nicht ohne Probleme

Um 19 Uhr hatte das Ordnungsamt mit der Evakuierung der Bewohner im betroffenen Bereich begonnen. Ganz reibungslos lief die aber laut Auskunft der Stadt nicht. „Leider verhalten sich nicht alle Anwohner*innen so kooperativ, wie der Rest: bei einem Haushalt muss nun die Polizei hinzugezogen werden“, twitterte die Stadt Dortmund am Abend.

In einem Fall musste die Wohnungstür von den Einsatzkräften geöffnet werden. Auch wurden bei der Nachkontrolle weitere Personen in ihrer Wohnung angetroffen, so ein Stadtsprecher. Beides verzögerte den weiteren Ablauf.

Gegen halb zwölf konnte der Experte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes schließlich mit der Arbeit beginnen. Eine knappe Stunde später, um 0.28 Uhr gab die Stadt schließlich Entwarnung. Der Blindgänger war entschärft. Im Einsatz waren rund 160 Kräfte von Stadt, Feuerwehr, Hilfsorganisation und Polizei.

Bombenentschärfung in Dortmund – Busse fuhren Umwege

Diese Einschränkungen gab es im ÖPNV: Die Buslinien 424, 425 und 427 mussten den evakuierten Bereich weiträumig umfahren. Daher konnten die Haltestellen Lautastraße, Mansfeldstraße, Gleiwitzstraße, Labandstraße und Siegfried-Drupp-Straße jeweils in beide Fahrtrichtungen nicht angefahren werden.

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