Gebäude an der Speicherstraße werden abgerissen

Bagger schaffen am Hafenkai Platz für Stadtentwicklung

An der Speicherstraße hat der Abriss von Altbauten begonnen.

An der Speicherstraße hat der Abriss von Altbauten begonnen.

Foto: Stephan Schütze

Hafen.  Mit dem Abriss von Gebäuden an der nördlichen Speicherstraße hat am Mittwoch im Hafen ein neues ehrgeiziges Projekt zur Stadtentwicklung begonnen. Bis der Traum vom Arbeiten am Kai Wirklichkeit wird, muss die Stadt selbst allerdings noch Hausaufgaben erledigen.

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Die Abrissbagger haben schon ganze Arbeit geleistet. Von einem Gebäude an der Ostseite der Speicherstraße stehen nur noch ein paar Mauerreste. Meter für Meter arbeitet sich die Schaufel vor – um Platz zu machen für das wohl ehrgeizigste Stadtentwicklungsprojekt in Dortmund seit dem Bau des Phoenix-Sees. Es wird der Boden bereitet für eine neue Büromeile am Wasser – in diesem Fall am Endpunkt des Dortmund-Ems-Kanals, dem Stadthafen.

Die Pläne dafür hatten Hafen AG und Stadt im September 2016 erstmals vorgestellt. Es ist ein gemeinsames Entwicklungskonzept: Die Stadt lässt den südlichen Teil der Speicherstraße mit einem Teil der alten Lagergebäude herrichten und vermarktet die einzelnen Bauten. Aus einem der alten Speichergebäude soll nach dem Willen der Wirtschaftsförderung ein Gründerzentrum für die Nordstadt werden.

„Heimathafen“ als Ankerpunkt

In zweiter Reihe liegt das Gebäude eines alten Fuhrunternehmens, das zu einem Ankerpunkt der Gesamtentwicklung werden soll. Hier entsteht bis Anfang 2020 unter dem Titel „Heimathafen“ ein Bildungs- und Kulturzentrum mit Gastronomie. Die Fördermittel sind bewilligt. Für einen Neubau gleich neben der Hafenbrücke am Santa-Monica-Anleger werden ebenfalls Interessenten gesucht.

Schon erledigt ist der Kanalbau an der südlichen Speicherstraße. Die neue Asphaltdecke für die Fahrbahn ist allerdings nur provisorisch. Denn langfristig soll das alte Kopfsteinpflaster der Hafenmeile wieder eingesetzt werden. Das geschieht, wenn der Umbau des Gesamtbereichs in Angriff genommen wird.

Mietverträge sind ausgelaufen

Jetzt aber rollen erst einmal die Bagger im nördlichen Teil der Speicherstraße. Hafen-Direktor Uwe Büscher sprach von „einem ziemlich epochalen Tag“. Denn für diesen Bereich hat die Hafen AG gemeinsam mit dem Dortmunder Büro Gerber Architekten ein Konzept für eine neue Büromeile am Wasser entwickelt. Man nutzt die Gelegenheit, dass die Mietverträge für die Altbauten an der Ostseite der Speicherstraße, in denen zuletzt meist Autowerkstätten untergekommen waren, Ende 2017 ausgelaufen sind.

„Sie werden jetzt abgerissen, um Platz zu schaffen“, erläuterte Pascal Ledune, Vize-Chef der Wirtschaftsförderung. Platz geschaffen wird allerdings noch nicht für neue Gebäude, sondern für eine neue Trasse der Speicherstraße, die hier bis zur Bahnstrecke der Hafenbahn in Richtung Osten verlegt werden soll.

Der Effekt: Direkt am Wasser entstehen so ausreichend große Grundstücke, um hier moderne Bürobauten mit Platz für Gastronomie im Erdgeschoss hochziehen zu können – an einer attraktiven Hafenpromenade.

Appell an Politik und Verwaltung

Voraussetzung ist, dass die Stadt nach dem Abriss den Kanalbau und Straßenneubau in Angriff nimmt. Uwe Büscher appellierte deshalb beim Fototermin mit Schaufel am Mittwoch an Verwaltung und Politik, die Haushaltsmittel dafür möglichst bald bereitzustellen. Einen Zeitplan für den Umbau gibt es noch nicht. „Wir beginnen ja im Süden der Speicherstraße. Wenn man da erste Ergebnisse sieht, wird der nötige Druck schon entstehen“, hofft Pascal Ledune.

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