Wolf

Ziege gerissen, Schafe tödlich verletzt – war es ein Wolf?

Schäfer Florian Preis mit seiner Schafherde. Das Foto zeigt ihn im Juni auf einer Weide in Bottrop.

Schäfer Florian Preis mit seiner Schafherde. Das Foto zeigt ihn im Juni auf einer Weide in Bottrop.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Dinslaken/Oberhausen.  An der Sträterei in Dinslaken wurde eine Ziege gerissen. Von 13 Schafen wurden drei so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten.

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Eine Ziege ist in der Nacht von Sonntag auf Montag an der Sträterei in Dinslaken nahe der Stadtgrenze Oberhausens durch einen Kehlbiss getötet worden. Drei Schafe wurden außerdem so schwer verletzt, dass sie vom Tierarzt eingeschläfert werden mussten.

Zehn weitere Schafe wurden verletzt. Ob auch dieses Mal die im Kreis Wesel ansässige Wölfin „Gloria“ für die Risse verantwortlich ist, muss noch untersucht werden. Die Wolfsberater haben am Montag bereits Proben genommen.

Schäfer hatte Herde erst am Vortag auf der Weide abgestellt

Dieses Mal betroffen ist Schäfer Florian Preis aus Duisburg. Er hatte seine knapp 400 Tiere große Herde, die aus Burenziegen und Merino-Landschafen besteht, erst am Vortag auf der Winterweide an der Franzosenstraße abgestellt.

Gesichert waren die Tiere durch 1,05 Meter beziehungsweise 90 Zentimeter hohe Zäune – das ist weniger, als die empfohlene Höhe von 1,20 Meter.

Schäfer: „Der Wolf hat auch ein Recht hier zu leben“

„Natürlich sind die Risse ärgerlich“, sagt Schäfer Preis. Er betont aber, dass er kein Wolfsgegner sei und findet: „Der Wolf hat auch ein Recht hier zu leben.“

Es müssten Wege gefunden werden, wie Wildnis und Zivilisation ineinandergreifen könnten, sagt er. Preis denkt nun darüber nach, sich zwei ausgebildete Herdenschutzhunde anzuschaffen.

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