NRZ-Aktion

Wir suchen den Kilometer-König im Kreis Wesel

DU-Kennzeichen? Karen Kliem darf als Redakteurin der NRZ Moers mitmachen. Da und in der Umgebung frisst der MX die meisten Kilometer.

DU-Kennzeichen? Karen Kliem darf als Redakteurin der NRZ Moers mitmachen. Da und in der Umgebung frisst der MX die meisten Kilometer.

Foto: Ulla Michels

Kreis Wesel.   Wer hat mehr auf dem Tacho als der MX 5 von NRZ-Redakteurin Karen Kliem? Machen Sie mit bei unserem Wettbewerb.

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„Bisse bekloppt?!“, fragte mein Mann. Öh, ja, ein bisschen. „Nur mal gucken“, sprach ich, setzte mich in meinen ein Jahr alten, „vernünftigen“ Golf Diesel, den man damals noch guten Gewissens besitzen durfte, und fuhr los: „MX 5, ein Jahr alt, 17 000 km, 27 000 Mark“ lautete das Inserat. Mit einem Kaufvertrag „für eine komplett unpraktische Karre“ kam ich zurück. Das ist jetzt knapp 220 000 Kilometer und 21 Jahre her.

Die damals noch junge Ehe hat jenen zugegeben etwas fahrlässigen Alleingang überlebt. Zu Zeiten von Kinderwagen, Reisebett und Wickeltasche hat mein Gatte seinen Kombi doch ganz gern gegen den „plattgetretenen Frosch“, wie er ihn despektierlich nennt, getauscht und klaglos seine 1,90 Meter ins „Souterrain“ hineingeklappt. In dieses Auto steigt man nicht ein, das zieht man an. Und sitzt dann auf Augenhöhe mit den Radmuttern der Lkw.

„Auto-Bild“ hat mal bei diesem Modell getitelt: „Das Vernunft-Auto“. Das

trifft allerdings nur für Saft- und Weintrinker zu. Eine Bierkiste passt nicht in das Kofferräumchen. Und es gilt insofern, als dieses Auto eine geradezu spießige Zuverlässigkeit besitzt. Es hat mich bisher nicht ein einziges Mal im Stich gelassen. Einsteigen, Schlüssel rumdrehen, losfahren. Sommers wie Winters, egal (ja, der MX muss ganzjährig ran). Nach all den Schrottkisten, die man so in Studien- und Ausbildungszeiten nicht gefahren, sondern mit Startproblemen vor der Tür stehen hatte, genieße ich das sehr.

Und ansonsten ist ja nicht viel technischer Schnickschnack dran, der kaputt gehen kann. Das Dach öffnen und die Außenspiegel einstellen ist Handarbeit, Klimaanlage braucht es nicht und ein festes Navi auch nicht. Mit diesem Spaßauto ist der Weg das Ziel. Einzig die elektrischen Fensterheber waren seinerzeit Sonderausstattung.

Niemand ist ohne Fehl. Rost! Mehrfach wurde meine Liebe zum „Mäzchen“ auf die Probe gestellt, wenn der Schrauber stirnrunzelnd die Summe

nannte, die er fürs Löcher stopfen brauchen würde. Aber ich bin halt eine treue Seele. Es soll Leute geben, die fühlen sich wie ein Verräter, wenn sie sich von ihrem Vehikel trennen, und sei das in einem noch so erbarmungswürdigen Zustand...

Deshalb kann man getrost davon ausgehen, dass die Marke von 236 747 Kilometern leicht zu knacken ist. Ich kenne jemanden, der hat auf der Uhr seines alten 7-er BMW irgendwas mit 700 000 stehen. Aber der wohnt weit weg und darf nicht mitmachen bei unserer Suche nach dem Kilometer-König.

Mal sehen, ob mein Mazda es noch bis zum H-Kennzeichen (ab 30 Jahren) schafft. Oder wer eher schlapp macht: Er oder ich, weil ich nicht mehr rein- und rauskomme. Bis dahin bin ich mit Vergnügen weiterhin bekloppt.

>>Wer kann die 236 747 Kilometer toppen?

  • Wer bietet mehr? Sie laufen, laufen und laufen, selbst die Experten des TÜVs haben sie bislang nicht stoppen können, die Autos, die viele Kilometer auf dem Tacho haben. Solche Fahrzeuge suchen wir. Machen Sie mit bei unserer Leser-Aktion und werden Sie der „Kilometer-König im Kreis Wesel“. Melden Sie sich, wenn Ihr Fahrzeug mehr Kilometer auf dem Tacho als das der Kollegin Karen Kliem. Erzählen Sie uns die Geschichte Ihres Autos. Kontakt: lok.dinslaken@nrz.de oder per Post an NRZ-Redaktion, Friedrich-Ebert-Straße 40, 46535 Dinslaken.
  • Das sind die Regeln : Firmenfahrzeuge, Mietfahrzeuge, Lkw und Taxis sind nicht zugelassen. Der Wagen sollte bereits mehrere Jahre im Besitz des Teilnehmers sein. Gut wäre es, wenn das Fahrzeug bislang nur einen Besitzer hatte. Berücksichtigt werden nur Mails und Einsendungen, die uns bis zum 17. August erreicht haben.
  • Datenschutzhinweis : Wir informieren Sie gemäß der Verordnung (EU) 2016/69 (Datenschutzgrundverordnung) über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten. Diese erhalten Sie unter www.nrz.de/datenschutz. Datenschutzanfragen richten Sie bitte an die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Konzerndatenschutz, Friedrichstraße 34-38, 45128 Essen oder an datenschutz@funkemedien.de.

Das sind die Kandidaten - sie wollen Kilometerkönig werden:

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