Benefizfahrt

Voerder machte mit bei Abenteuerrallye für den guten Zweck

Lions-Club-Mitglied Gerd Brückerhoff (vorne links) übergab die Spende an Wolfgang Mertens (vorne rechts) vom Friedensdorf.

Lions-Club-Mitglied Gerd Brückerhoff (vorne links) übergab die Spende an Wolfgang Mertens (vorne rechts) vom Friedensdorf.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Dinslaken/Voerde.  Gerd Brückerhoff vom Lions Club Voerde machte sich mit Bruder Arnd sowie Frank Müller auf zu einer Benefizfahrt. 8000 Euro für das Friedensdorf.

Es gibt wohl kaum Benefizaktionen, die so abenteuerlich sind wie die Rallye „The Baltic Sea Circle“. In 16 Tagen geht es 7500 Kilometer weit durch zehn Länder rund um die Baltische See. Gerd Brückerhoff aus Voerde, sein Bruder Arnd Brückerhoff aus Hamminkeln und Frank Müller aus Büderich haben es gewagt und das mit Erfolg: 8000 Euro hat das Dreier-Team um Lions-Voerde-Mitglied Gerd Brückerhoff eingesammelt und an das Friedensdorf gespendet. „Das Friedensdorf kann sich glücklich schätzen, solche Spender zu haben, die solche Summen geben“, sagt Wolfgang Mertens, stellvertretender Leiter der Institution.

Trio sammelte Geld für einen guten Zweck

Dabei hat das Trio nicht nur Geld für einen guten Zweck gesammelt, sondern auch einige Abenteuer erlebt. Mit einem Volvo, Baujahr 1997, war das Team zur Rallye angetreten. „Die Autos müssen mindestens 20 Jahre alt sein“, erklärt Gerd Brückerhoff. Damit stand dann auch der Teamname für die Rallye fest: „Radkäppchen und der böse Volvo“. Das Fahrzeug überstand die Tour allerdings ganz gut, bis auf zwei kleinere Reparaturen.

„Es ist auch ein Reparaturteam bei der Rallye mitgefahren. Aber das wäre für uns keine Option gewesen. Wir waren einen Großteil der Strecke alleine unterwegs“, sagt Frank Müller. Denn eine Route ist nicht vorgeschrieben. In Schweden fuhren daher viele Teams mitten durchs Land, aber das Trio nahm den Weg an der Küste entlang. „Wir hatten wirklich tolles Wetter und haben atemberaubende Landschaften gesehen“, sagt Gerd Brückerhoff.

Fahrt über Straßen mit 50 Zentimeter tiefen Löchern

In Russland erwartete die Rallye-Teilnehmer eine Überraschung. Sie hatten sich via Internet ein Appartement gemietet. Als sie am Haus ankamen, war dessen untere Etage ausgebrannt. Durch einen Flur mit Brandgeruch kamen sie an die mit Code gesicherte Türe ihres Appartements. „Das war wie eine Tresortüre und dahinter lag ein Fünf-Sterne-Appartement“, erzählt Gerd Brückerhoff. Das Trio fuhr teilweise über Straßen mit 50 Zentimeter tiefen Löchern und durch menschenleere Landschaften. Richtung Nordkap fahrend, bestand die Schwierigkeit für die drei vor allem darin, die Hütten, die sie für die Übernachtung nutzten, dunkel zu bekommen. „Am Nordkap selbst geht die Sonne zu dieser Jahreszeit nicht unter, sondern bleibt am Horizont stehen“, erzählt Gerd Brückerhoff.

Trio sah viele schöne Landschaften

Große Negativerfahrungen haben die drei bei ihrem Abenteuer nicht gemacht, im Gegensatz zu anderen Rallye-Teilnehmern, die teilweise neun Stunden an Grenzen standen. „Wir haben vor allem viele schöne Landschaften gesehen und natürlich die Tiere“, berichtet Arnd Brückerhoff. „Da liefen auch schon mal Elche oder Rentiere mitten auf der Straße rum“, sagt Frank Müller. Nach dem Team um Peter Kaup im Vorjahr war das Trio um Gerd Brückerhoff schon das zweite Team des Lions Clubs Voerde, das sich auf die Rallye-Strecke begab. „Jetzt müssen wir den nächsten Präsidenten überreden, dass er das auch macht“, scherzt Gerd Brückerhoff.

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