Polizei

Tresor auf Schienen - Bundespolizei startet Zeugenaufruf

Archivbild vom 12. Januar: Die Unbekannten schleppten den Geldautomaten aus dem Bahnhofsgebäude in Dinslaken und legten den Tresor auf die Gleise. Die Lok eines Güterzuges entgleiste daraufhin.

Archivbild vom 12. Januar: Die Unbekannten schleppten den Geldautomaten aus dem Bahnhofsgebäude in Dinslaken und legten den Tresor auf die Gleise. Die Lok eines Güterzuges entgleiste daraufhin.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Nach dem Bahnunfall durch einen Tresor auf Schienen in Dinslaken, sucht die Polizei Zeugen. Es geht vor allem um Reisende eines bestimmten Zuges.

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Es muss ordentlich gerummst haben in der Nacht des 12. Januar um 2.36 Uhr im Bahnhof Dinslaken. Bisher unbekannte Täter hatten dort einen Geldautomaten gestohlen und den Tresor anschließend auf die Schienen gelegt. Ein Güterzug prallte auf das Hindernis - und die Lok entgleiste. Nun hat die Bundespolizei einen Zeugenaufruf gestartet. Denn bis dato fehlen Zeugen.

"Wir können den Ablauf jetzt zeitlich zurückverfolgen", sagt Uwe Eßelborn, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kleve. Um 2.04 Uhr hatten die Täter - es müssen mehrere gewesen sein - den Geldautomaten im Zugangstunnel zum Bahnsteig vom Netz gekappt. Dann rissen sie das Gerät aus der Verankerung - der Automat war nach Aussage des Betreibers auf dem Boden nicht verschraubt, sondern verklebt. Sie schleppten den 500 Kilo schweren Geldautomaten auf den Bahnsteig. Genau 32 Minuten später prallte die Güterzuglok auf den Tresor. Aber was geschah in der Zwischenzeit?

Wer war am 12. Januar um 2.18 Uhr im RE 19 in Dinslaken?

Aufschluss erhofft sich die Bundespolizei von Reisenden, die um 2.18 Uhr mit dem Zug der Linie RE 19 am Bahnhof Dinslaken waren. Der Zug hatte ein paar Minuten Verspätung. Laut Fahrplan sollte er um 2.03 Uhr aus Duisburg kommend mit Fahrziel Wesel in Dinslaken halten. Reisenden könnten Personen im Bahnhof oder auf dem Bahnsteig aufgefallen sein, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten, hofft die Bundespolizei.

Gesucht werden insbesondere Zeugen, die sich an dem Donnerstags zwischen 0 und 3 Uhr Früh am Bahnhof Dinslaken aufgehalten haben. Daneben ist die Polizei dabei, Bilder aus umliegenden Videoüberwachungskameras auszuwerten. Der Bahnhof selbst ist nicht videoüberwacht. Die Reste des Geldautomaten werden jetzt bei der Kriminaltechnik der Bundespolizei in Köln auf Spuren untersucht, sagte Sprecher Eßelborn.

Hinweise bittet die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800/6 888 00 oder bei jeder Dienststelle der Bundespolizei. (dae)

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