Nackte Füße

Security stoppt im Centro Barfußläufer aus Dinslaken

Aus Überzeugung verzichtet ein Dinslakener auf das Tragen von Schuhen. Nun hatte er deswegen Ärger im Centro.

Aus Überzeugung verzichtet ein Dinslakener auf das Tragen von Schuhen. Nun hatte er deswegen Ärger im Centro.

Foto: Kai Kitschenberg / Funke Foto Services

Dinslaken/Oberhausen.  Seit einigen Monaten verzichtet Stefan Bachmann auf das Tragen von Schuhen. Deswegen wurde er im Centro von einem Security-Mitarbeiter gestoppt.

Der Bummel durch das Centro hatte für Stefan Bachmann ein abruptes Ende. Am Montag drehte der Dinslakener nach Feierabend eine Runde durch das Oberhausener Einkaufszentrum, als ihn ein Mitarbeiter einer Security-Firma stoppte. Der Grund dafür war: Bachmann trug keine Schuhe, er lief barfuß.

Mann läuft barfuß durchs Centro – Seit März verzichtet er auf Schuhe

Seit März diesen Jahres ist der Mitarbeiter einer öffentlichen Verwaltung barfuß unterwegs. Er habe sich dazu entschlossen, vollständig auf das Tragen von Schuhen zu verzichten. „Nicht, weil es gerade im Trend liegt, sondern aus Überzeugung“, sagt er. Doch die fehlenden Schuhe waren für den Sicherheitsmann der Grund, ihn zu stoppen.

Wie Bachmann weiter berichtet, habe er ihm nach Rücksprache mit seinem Chef „unmissverständlich“ klar gemacht, „dass ich entweder Schuhe zu kaufen oder das Centro zu verlassen habe“.

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Ein weiterer Mitarbeiter der Security-Firma verwies auf die Hausordnung und meinte, andere Kunden könnten an den blanken Füßen Anstoß nehmen. Auf eine mögliche Verletzungsgefahr hätten sie ihn nicht hingewiesen, so Bachmann.

Centro schickt Entschuldigungsmail

Wie Center-Manager Markus Remark gegenüber der NRZ erklärte, habe man sich Dienstagmittag per Mail bei dem Dinslakener entschuldigt. Der Dinslakener könne gerne als Barfußläufer wieder ins Centro kommen.

Die Mitarbeiter seien angewiesen, Kunden, die mit nacktem Oberkörper, in Badehose oder mit Bikinioberteil durch die Geschäfte bummeln, anzusprechen, sie darauf hinzuweisen, dass sie sich adäquat anzuziehen haben. So hätten die Mitarbeiter in diesem Fall reagiert, hätten nicht bedacht, dass jemand aus persönlichen Gründen auf das Tragen von Schuhen verzichtet.

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